Demo gegen Missstände in der Bildung

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Schüler und Studenten gingen für freie Bildung auf die Straße.

Frankfurt - Schüler und Studenten haben heute in mehreren hessischen Städten gegen Missstände im Bildungssystem protestiert.

Alleine in Kassel zogen nach Polizeiangaben am Vormittag etwa 1000 Schüler und Studenten mit Tröten und Pfeifen durch die Stadt und skandierten unter anderem „1,2,3,4 - für die Bildung kämpfen wir“. Die Organisatoren sprachen von etwa doppelt so vielen Teilnehmern. In Bensheim und Darmstadt zählte die Polizei am Morgen jeweils rund 300 Demonstranten, fast ausschließlich Schüler. In Wiesbaden versammelten sich einige hundert Schüler und Studenten zu einem Protestzug. Die Demonstranten wollen auch gegen den Sparkurs der schwarz-gelben Landesregierung in der Bildung protestieren, die im kommenden Jahr 30 Millionen Euro bei den Hochschulen und 45 Millionen Euro bei den Schulen sparen will. In Kassel waren drei Demonstrationszüge von Schülern, Studenten und Auszubildenden von Mercedes Benz geplant, die sich gegen 12.30 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung treffen sollten.

Die Proteste in Bildern:

Demo für freie Bildung

Die Polizei rechnete mit rund 1000 Teilnehmern. Die Studierenden versammelten sich zunächst in der Uni zu einer Vollversammlung. In der Landeshauptstadt Wiesbaden wurden bis zum Mittag insgesamt rund 1000 Demonstranten, Studenten, Schüler und Auszubildende, erwartet. In der Frankfurter Innenstadt war zur gleichen Zeit ein Protestzug unter dem Motto „Freie Bildung für freies Leben“ geplant. Auch in Marburg, Oberursel und Gießen waren Protestzüge geplant. Sie sind Teil bundesweiter Aktionen für demokratischere Bildungssysteme, freien Bildungszugang und für die Abschaffung von Gebühren. Zu den Aktionen aufgerufen haben unter anderem Schüler- und Studentenvertreter sowie soziale Bündnisse. Auch die Jugendorganisationen der Gewerkschaften sind mit im Boot. „Wer Bildungsarmut bekämpfen will, muss soziale Barrieren abbauen“, erklärte die Bezirksjugendsekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Hessen-Thüringen, Anke Muth, in einer Mitteilung. „Die aktuelle Situation im Bildungs- und Ausbildungsbereich ist nicht akzeptabel.“

dpa

Quelle: op-online.de

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