Konzert in Frankfurt

Dendemann in der Batschkapp: Rotzig-markante Silbenkaskaden

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Machte die Fans glücklich: Dendemann

Frankfurt – Die Über-30-Jährigen sind ausnahmsweise mal nicht in der Minderheit. Am Sonntagabend steht in der Batschkapp der Deutsch-Hip-Hopper Dendemann auf der Bühne. Von Tamara Marszalkowski

Mit „Wo ich wech bin“ steigt der Rapper ein – Stimmung brandet auf. Es folgen weitere Songs seines neuen Albums „Da Nich Für!“, teilweise mit mitreißend-dröhnendem Beat.

Dendemanns rotzig markante Stimme leistet viel: Silbenkaskaden prasseln auf die Fans nieder – der Mann muss nach einem Konzert völlig erschöpft sein. Die Beats sind mit Samples anderer Künstler unterlegt: Schwesta Ewa, Tic Tac Toe, Hildegard Knef, Heinz Erhard oder Bilderbuch. Auf der Bühne stehen vier Männer hinter Synthesizern und Plattentellern, einer sitzt hinterm Schlagzeug.

Optisch passiert recht wenig. Doch Dendemann geht ein hartes Tempo und haut einen Song nach dem anderen raus – nur selten pausiert er zwischen den Liedern – dann spricht er auch mal mit dem Publikum. Später gibt er zu: „Mir fehlt der Entertainment-Faktor. Aber es gibt so viel zu rappen.“

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Schon gehen tausend kleine Lichtstrahlen an, die die Decke über der Bühne anstrahlen und aussehen wie ein magischer Nachthimmel – passend zum Song „Zauberland“. Der Text mutet lyrisch an („Zauberland/Ist abgebrannt/ Brennt noch/Irgendwo“).

Dann geht der Ritt durch die Songs gnadenlos weiter – als hätte Dendemann es eilig. Er spielt viele Titel vom neuen Album und improvisiert hier und da. Beim Song „BGSTRNG“, in dem es um seine Begeisterung zum Rap und seine Vorbilder geht, baut er kurzerhand den Frankfurter Rapper Moses Pelham ein, der an dem Abend auch im Publikum ist. Nach knapp anderthalb Stunden strömen die Fans glücklich nach Hause.

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Quelle: op-online.de

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