Jährlicher Anstieg

Deutsche Bahn und RMV erhöhen Preise

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Frankfurt - Viele Hessen nutzen täglich Bus und Bahn - jetzt klettern die Preise wieder. Pendler im Rhein-Main-Gebiet müssen demnächst mehr zahlen. Und auch die Deutsche Bahn erhöht die Preise.

Schöne Bescherung zum 3. Advent: Wer sein Auto stehen lässt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, muss tiefer in die Tasche greifen. Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember erhöht der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) seine Ticketpreise um durchschnittlich 2,44 Prozent. Zur Begründung führt der RMV gestiegene Kosten an. Und auch bei der Deutschen Bahn wird es teurer - plus 2,9 Prozent im Nahverkehr.

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Der Fahrgastverband Pro Bahn ist zwar nicht begeistert über das „liebgewordene Brauchtum“, in der Vorweihnachtszeit die Preise zu erhöhen. Aber der Verband hat eigentlich nichts gegen moderate Preiserhöhungen, wenn gleichzeitig das Angebot besser wird. Und das Personal müsse angemessen bezahlt werden, „sonst drohen in absehbarer Zeit massive Engpässe“, sagt Wilfried Staub, Sprecher von Pro Bahn Hessen. Die Zugausfälle wegen der Personalsituation im Mainzer Stellwerk vom Sommer hätten das eindringlich gezeigt.

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Insgesamt sei die Erhöhung im RMV-Gebiet nicht überzogen - sie liege jedenfalls im Vergleich zu anderen Regionen im unteren Drittel. Aber man müsse genau hingucken, sagt Staub. Während einzelne Preise sogar gleich blieben, gebe es für andere saftige Erhöhungen. So werde in den zum Verbund gehörenden Städten mit Sonderstatus - sie haben mehr als 50.000 Einwohner - der Einzelfahrschein um 30 Cent teurer und koste künftig 2,10 Euro. Das ist der größte Preissprung in diesem Jahr und gilt für Fulda, Marburg, Gießen, Wetzlar, Bad Homburg, Rüsselsheim und Hanau.

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An dieser Anpassung an das Niveau von Frankfurt und Wiesbaden - dort werden die Tickets für Einzelfahrscheine in der Stadt nicht teurer - hat Staub nicht viel auszusetzen. Vor allem in Städten mit einem guten Busangebot sei der Preis gerechtfertigt. Aber die Erhöhung hätte ja nicht gleich auf einen Schlag kommen müssen, meint Staub. „Der RMV hat da kein Fingerspitzengefühl bewiesen.“ Kostendeckend sind die Fahrpreise nicht. Der RMV holt 58 Prozent seiner Kosten durch Einnahmen herein. Pro Bahn fordert mehr Landesgeld für die Verbünde, „damit die Preise nicht ins Uferlose steigen“. Nach Angaben des hessischen Verkehrsministeriums erhält der RMV in diesem Jahr 505,8 Millionen Euro. Der größte Teil des Geldes kommt vom Bund.

dpa

Quelle: op-online.de

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