Kriege mit Diamanten-Schmuggel finanziert

Hamburg/Frankfurt - In mehreren Ländern Afrikas haben Rebellen in den 90er Jahren Bürgerkriege mit so genannten Blutdiamanten finanziert.

Besonders in Sierra Leone, Liberia, Angola, im Kongo und an der Elfenbeinküste brachten Aufständische Minen unter ihre Kontrolle und finanzierten Waffenkäufe mit Diamanten-Schmuggel. Schätzungen zufolge machten „Blutdiamanten“ in den späten 90er Jahren etwa 3,7 Prozent des weltweiten Rohdiamantenumsatzes aus.

Bei einem Handelsvolumen von 7,5 Milliarden Dollar waren das rund 280 Millionen. Nach weltweiten Protesten vereinbarten Regierungen, Firmen und Organisationen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen den im Jahr 2003 in Kraft getretenen „Kimberley-Prozess“.

Noch ein Prozent „Konfliktdiamanten“

Mit dem in der südafrikanischen Stadt Kimberley beschlossenen System aus Herkunfts-Zertifikaten wollen 75 Länder sowie alle wichtigen Zentren für Förderung, Verarbeitung und Handel den Weg der Edelsteine „von der Mine zum Finger“ lückenlos belegen. Der Schmuggel von Rohdiamanten zur Kriegsfinanzierung soll so unterbunden werden. In der Folge sank der Anteil an „Konfliktdiamanten“ auf mittlerweile weniger als ein Prozent.

dpa

Quelle: op-online.de

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