Dioxin-Skandal erreicht Hessen

Bad Hersfeld - Der Dioxin-Skandal um vergiftetes Futtermittel hat nun auch Hessen erreicht. 320 Ferkel, die in Thüringen belastetes Futtermittel gefressen haben, wurden an einen Mastbetrieb in Osthessen geliefert.

Das teilten das Landwirtschaftsministerium und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg heute mit. „Wir prüfen derzeit, ob Ferkel geschlachtet oder ausgeliefert wurden“, hieß es weiter. Der Betrieb wurde gesperrt, damit die Tiere nicht weiterverkauft werden können.

Die Ferkel waren nach Angaben des Ministeriums seit der achten Lebenswoche in einem Thüringer Schweinemastbetrieb mit Dioxin belastetem Futtermittel gefüttert worden. Sie seien am 14. Dezember nach Osthessen gebracht worden. „Nach Einschätzung der Experten besteht bei dem Verzehr eines solchen Ferkels nach derzeitigem Kenntnisstand aber keine Gesundheitsgefahr“, erklärte das Ministerium. Es sei absehbar, dass die Belastung mit Dioxin sehr gering sein dürfte.

Von dem Dioxin-Skandal sind mehrere Bundesländer betroffen. Bis zu 150.000 Tonnen Futter mit krebserregendem Dioxin sind in Deutschland in Unmengen von Schweinefleisch und Geflügelprodukten gelangt. Auslöser war ein Futterfett, das mit Dioxin verunreinigt war.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare