Mehr Sicherheit nach Dippemess-Unfall

Break-Dancer-Karussells müssen zum Test

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Bild nach dem Unfall auf der Dippemess.

Frankfurt - Der Unfall mit einer abgerissenen Karussell-Gondel auf der Dippemess in Frankfurt hat Folgen: Ältere Fahrgeschäfte dieser Art müssen künftig vor dem Start überprüft werden.

Nach dem Karussel-Unfall auf der Frankfurter Dippemess mit zwei Verletzten tritt das hessische Wirtschaftsministerium bei älteren Break-Dancer-Fahrgeschäften auf die Bremse. Ab sofort dürfen sie nur noch nach einer speziellen technischen Prüfung und mit Sicherheitsnachweis aufgestellt werden.

„Kein Fahrgeschäft Break Dancer mit Ausleger des Baujahres 2009 oder älter darf ohne solche Prüfung und Nachweis laufen“, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums heute. Eine entsprechende Anordnung wurde bereits gestern an die Bauaufsichtsämter verschickt. Hintergrund sind erste Erkenntnisse aus der Untersuchung des Unfalls. Details nannte der Sprecher aber nicht.

Bilder vom Horrorunfall auf der Dippemess

Horrorunfall auf Dippemess

Am vergangenen Freitag war auf der Dippemess eine Break-Dancer-Gondel abgerissen und hatte zwei Männer getroffen. Die Fahrgäste, zwei zwölfjährige Mädchen, erlitten einen Schock. Die Gondeln drehen sich rasant, überschlagen sich aber nicht. Fahrgäste sind durch Bügel gesichert. Die Betreiber der Fahrgeschäfte sind nun verpflichtet, den Gondellagerzapfen untersuchen zu lassen.

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Die Prüfung darf dem Ministeriumssprecher zufolge nur von einer zertifizierten Materialprüfungsstelle abgenommen werden. Das Ergebnis muss schriftlich festgehalten werden. Erst nach bestandenem Test darf das Fahrgeschäft in Betrieb gehen. Dieses Verfahren gilt vorerst für alle in Hessen geplanten Volksfeste. Die Prüfungsergebnisse werden die Behörden an den TÜV Süd in München weitergeben. Er leitet die technischen Untersuchungen zu dem Unglück auf der Dippemess, außerdem ermittelt laut Innenministerium die Staatsanwaltschaft.

Quelle: op-online.de

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