U60311 endgültig zu: Stadt will Disco-Betreibern fristlos kündigen

+
Der Club U60311 macht nun endgültig dicht: Die Stadt Frankfurt will den BEtreibern fristlos kündigen.

Frankfurt - Nach der tödlichen Prügelei am Ostermontag lässt die Stadt Frankfurt nun die umstrittene Diskothek „U60311“ entdgültig schließen. Der Vertrag mit den Betreibern der Disco werde „fristlos oder so schnell wie möglich“ gekündigt, sagte Frankfurts Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP).

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, das Liegenschaftsamt werde die entsprechende Kündigung aussprechen.

In der Nacht zum Ostermontag war ein Besucher des Clubs von Türstehern derart schwer verprügelt worden, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag. Drei Türsteher sitzen deshalb in Untersuchungshaft. Außerdem war die Disco bei Kontrollen durch Hygienemängel und jugendliche Besucher aufgefallen.

Spätestens bis Jahresende

Lesen Sie dazu auch:

Tod in Disco - Partygäste melden sich als Zeugen

Totschlag im Club: Ermittler werten Video aus

Skandal-Club hat wieder offen

Stadt schließt Club

Prügelopfer stirbt

Türsteher prügeln Gast zu Tode

Es könne zwar sein, dass die fristlose Kündigung beim Gericht scheitere, weil die Richter die Gründe der Stadt als nicht ausschlaggebend ansähen, sagte Stein. Dann werde aber eine ordentliche Kündigung zum Jahresende auf jeden Fall greifen. „Bei einer solchen Kündigung kann nichts mehr dazwischen kommen.“
Um zu verhindern, dass derselbe Betreiber erneut in das Gebäude ziehe und eine Disco bewirtschafte, „werden wir deutlich schärfer aufpassen“, sagte Stein. Möglich sei auch, dass die Liegenschaft in einer ehemaligen Fußgängerunterführung gar nicht mehr als Disco genutzt werde.

Bereits im Jahr 2002 vorübergehend geschlossen

Zum Thema lesen Sie außerdem:

Bessere Kontrollen in Discos gefordert

Betreiber des „U60311“ ist eine GmbH. Seit 1994 mietet diese Gesellschaft das Gelände von der Stadt, der Mietvertrag wurde bislang jährlich verlängert. Der Club war im Jahr 2002 bereits vorübergehend geschlossen worden. Bei einer Razzia hatte die Polizei größere Mengen Aufputschmittel sichergestellt. Damals wurde auch gegen mehrere Türsteher wegen Drogenhandels ermittelt.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare