Mit Drei erstmals in die Pedale treten

Frankfurt/Rhein-Main - Schon im Alter von drei Jahren sollten Kinder das Fahrradfahren lernen. Koordination und Körperbeherrschung kann der Nachwuchs dabei nämlich gut trainieren.

Allerdings, eine Körpergröße von 95 Zentimetern sollten die Kleinen schon erreicht haben, wenn sie zum ersten Mal aufs Zweirad mit Stützrädern gesetzt werden. „Und die Stützräder nicht länger als zwei bis drei Monate am Rad lassen, sonst gewöhnen sich die Kinder zu sehr daran“, betont der Heusenstammer Experte Michael Ott. Er rät zudem, Kinder schon als Zweijährige mit einem Laufrad den Gleichgewichtssinn trainieren zu lassen.

Beim ersten Rad fürs Kind beginnt man mit Zwölf-Zoll-Rädern. Die Rahmenhöhe sollte auf die Körpergröße des Kindes abgestimmt sein. Wichtig: Sattel und Lenker sollten in der Höhe verstellbar sein, damit das Rad zumindest eine Weile mitwachsen kann. Meist nach zwei Jahren sei dann das nächste Velo fällig.

Beachten sollten Eltern beim Kauf eines Kinderfahrrads, dass es kugelgelagerte Räder hat. „Sonst wird es zu schwer für das Kind, das Rad zu bewegen“, sagt Michael Ott. Er empfiehlt zudem einen Alu-Rahmen, da diese zwar stabil genug, aber leichter seien. Der Lenker sollte ein Polster haben, und auch Sicherheitsgriffe seien wichtig, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Zwei Bremsen, eine mit der Hand zu bedienende am Vorderrad und eine Rücktrittbremse am Hinterrad, sollte auch ein Kinderrad haben. Der Hebel für die vordere Bremse muss verstellbar sein, damit er an die Hand des Kindes angepasst werden kann. Reflexstrahler vorne und hinten sind selbstverständlich, eine Beleuchtungsanlage benötigen erst Jugendräder ab etwa 20 Zoll Radgröße.

Und noch einen ganz wichtigen Tipp hat Michael Ott: „An der hinteren Achsmutter einen etwa zwei Meter hohen Wimpel anbringen, damit Kinder auf kleinen Rädern auch zwischen geparkten Autos zu sehen sind.“

Wenn die Kinder dann älter werden, wächst bei manchen der Wunsch nach einem besonderen Drahtesel. BMX oder Mountainbike lauten die Zauberworte, die Heranwachsende zum Strahlen bringen. Schon mit etwa sechs Jahren könne man den Nachwuchs an BMX heranführen, meint Stefan Stock, ebenfalls Heusenstammer und unter anderem Deutscher Meister im BMX-Fahren. Allerdings sei ein BMX-Rad als Sportgerät zu verstehen, nicht für den normalen Gebrauch im Straßenverkehr.

Wer seinem Sohn oder seiner Tochter den Wunsch nach einem solchen Velo erfüllen will, sollte vor allem darauf achten, dass die Laufräder stabil sind, also starke Achsen und mehr Speichen haben als normale Räder, rät Stock. Während BMX-Räder grundsätzlich eine Radgröße von 20 Zoll haben, sich nur in der Länge des Rahmens unterscheiden, fängt ein richtiges Mountainbike erst ab einer Radgröße von 26 Zoll an. Etwa ab einer Körpergröße von 1,50 Meter könne man ein solches Querfeldein-Gerät anschaffen. Eine gute Sicherheitsausstattung sei dabei unverzichtbar. Die bei Mountainbikes übliche Federgabel brauche ein Jugendlicher aber nicht, weil die Kids ja noch nicht so schwer sind.

Quelle: op-online.de

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