Aus dem Stand 11,9 Prozent der Stimmen

AfD zieht in 20 hessische Kreistage ein

Wiesbaden - Jetzt liegen die endgültigen Zahlen der Statistiker vor: Die AfD wird in 20 Kreistage in Hessen einziehen. Sie ist nach der hessischen Kommunalwahl mit 11,9 Prozent nach CDU und SPD drittstärkste Partei.

Die rechtspopulistische AfD zieht nach der hessischen Kommunalwahl mit 183 Abgeordneten in 20 von 21 Kreistagen ein. Im Werra-Meißner-Kreis war sie nicht angetreten. In den fünf neu gewählten Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte ist die Alternative für Deutschland (AfD) mit insgesamt 40 Sitzen vertreten, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Nach dem amtlichen Endergebnis des Urnengangs kommt die AfD auf 11,9 Prozent der Stimmen. Damit ist die Partei auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte drittstärkste Kraft in Hessen nach der CDU mit landesweit 28,9 und der SPD mit 28,5 Prozent der Stimmen. Die Grünen rangieren bei 11,3, die FDP bei 6,4 und Die Linke und Linke Liste bei 4,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,0 Prozent.

Die CDU verlor in den hessischen Kreistagen 71 Sitze und erhielt insgesamt 467 Mandate. Die Sozialdemokraten gaben im Vergleich zur Kommunalwahl vor fünf Jahren 51 Sitze ab und entsenden nach Angaben der Statistiker nun 460 Vertreter in die Kommunalparlamente. Die Grünen mussten einen Rückgang ihrer Mandate von 251 auf 148 hinnehmen. Bei der FDP stieg die Zahl der Abgeordneten von 61 auf 90. Die Linke/Linke Liste verbuchten einen Anstieg ihrer Mandate von 45 auf 57. In den fünf kreisfreien Städten ging nach Angaben des Landesamtes für die CDU die Zahl der Mandate von 112 auf 87 zurück. Bei der SPD gab es ein Minus von 103 auf 94 und bei den Grünen von 97 auf 96. Die Liberalen verdoppelten die Zahl der Mandate dagegen von 15 auf 30. Bei den Linken/Linke Liste wurden 31 Sitze gezählt, 2011 waren es zusammen 20. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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