Viele Jahre Haft für Drogengeldwäsche

Frankfurt/Wiesbaden - Rund neun Millionen Euro aus Drogengeschäften konnten die Behörden einst am Frankfurter Flughafen beschlagnahmen.

Heute hat das Landgericht Frankfurt sieben Mitglieder einer deutsch-libanesischen Gruppe zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die zwei Haupttäter müssen wegen international organisierter Geldwäsche und Drogenhandel neun Jahre und sechs Monate beziehungsweise sechs Jahre und neun Monate hinter Gitter, wie die Staatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilten.

Zudem ordnete das Gericht nach 25 Verhandlungstagen an, dass die sichergestellten fast 9,2 Millionen Euro eingezogen werden. Die Verurteilung sei das Ergebnis „umfangreicher internationaler Ermittlungen“ der Gemeinsamen Finanzermittlungsgruppe des BKA und des Zollkriminalamts (ZKA) in Europa und im Libanon.

Ausgangspunkt waren die neun Millionen Euro Bargeld vom Flughafen im Mai 2008. Die nun verurteilten Täter hätten versucht, das aus dem Rauschgifthandel stammende Geld von den Niederlanden über Deutschland in den Libanon zu transportieren. Die Ermittlungsergebnisse und die Verurteilungen seien ein „herausragender Erfolg“ bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Drogenhandel, hieß es in der Mitteilung. Denn die Anforderungen an den Nachweis von Geldwäschestraftaten seien besonders hoch.

dpa

Quelle: op-online.de

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