Schuldenrekord in Hessen

Kommentar: Drohungen helfen nicht

Die Schuldenrekorde in Hessen purzeln, dass dem normalen Bürger die Nullen nur noch vor Augen schwimmen. Natürlich nicht nur in Hessen, auch das muss gesagt werden. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Und doch: Die Geschichte der hessischen Schulden beginnt keineswegs mit der derzeitigen Krise. Auch vorher schon war das Bundesland, das sich das wirtschaftsstärkste rühmt, beim Geldausgeben besser als beim Sparen. Alles soll schön sein (Museen, Schlösser und Parks), sicher (Polizei), soll beste Leistungen erbringen (Universitäten und Schulen) und die Wirtschaft fördern (Straßenbau, Kassel-Calden). Klar, dass es auch Geld und Personal kostet, das alles glänzend zu verkaufen.

Wo also wird das Blut spritzen, wie Weimar sagt? 2004 waren es die sozialen Projekte, die in größte Nöte kamen, aber gerade mal 30 Millionen brachten.

Drohgebärden helfen nicht weiter und die Krise als Ablenkungsmanöver auch nicht. Die angekündigte Haushaltsstrukturkommission wird nicht allzu viel Zeit haben, will sie nicht immer neue Schulden riskieren. Und wenn bessere Zeiten kommen, soll künftig ja erst recht gespart werden.

Quelle: op-online.de

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