Beamte durchsuchen Islamisten-Wohnungen

Frankfurt (ale) - Heute in den frühen Morgenstunden rückten in verschiedenen Frankfurter Stadtteilen Beamte zur Durchsuchungsaktion aus:

Beteiligt waren Beamte von Staatsschutzkommissariat und Hessisches Landeskriminalamt mehrere Objekte durchsucht sowie ein Hauptverdächtiger vorübergehend festgenommen. Diesen insgesamt fünf verdächtigen Personen wird vorgeworfen, deutsche Staatsbürger verbotener Weise für einen fremden Wehrdienst für ihre islamistischen Ziele angeworben zu haben.

Das Strafverfahren richtet sich nach dem Paragrafen des Strafgesetzbuchs, der das verbotene Anwerben oder Zuführen von Deutschen zu Wehrdiensten in einer militärischen oder militärähnlichen Einrichtung oder das Auftreten als Werber sowie das Zuführen zu diesen Einrichtungen unter Strafe stellt - es drohen drei Monate bis fünf Jahre Haft. Fünf Wohnungen und ein Arbeitsplatz wurden durchsucht. Die Objekte verteilten sich auf die Stadtteile Bockenheim, Bonames, Gallus, Goldstein, Griesheim und Gutleut.

Beschuldigte verweigerten alle die Aussage

Die Maßnahmen richten sich gegen fünf in Franfurt am Main wohnhafte Männer im Alter zwischen 22 und 39 Jahren. Sie besitzen unter anderem die deutsch-afghanische, eritreische, marokkanische und türkische Nationalität. Vier wurden vorläufig festgenommen und nach ihren erkennungsdienstlichen Behandlungen wieder entlassen. Zu den Anschuldigungen verweigerten alle die Aussage. Hauptbeschuldigter ist ein 39-jähriger Marokkaner, der im Internet bundesweit mit Islam-Seminaren auftritt sowie in Frankfurter Moscheen predigte, wo er ebenfalls „Islamunterricht“ für junge Muslime erteilte.

Daten werden ausgewertet

Er gilt als islamistische Führungsfigur. Ihm wird vorgeworfen, Muslime mit salafistischem Gedankengut radikalisiert zu haben, um sie zur Ausreise in den bewaffneten Jihad zu bewegen. Bei der Durchsuchung konnte umfangreiches Beweismaterial in Form von PCs, unterschiedliche Speichermedien und sonstigen Papieren aufgefunden und sichergestellt werden.

Diese werden in den nächsten Wochen von Fachleuten ausgewertet und in das Ermittlungsverfahren eingebracht. Auf Grund der sensiblen Ermittlungen, die auch weiterhin andauern, können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben weder durch die Polizei, noch durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt erfolgen. Bei dem Einsatz waren über 50 Beamte beteiligt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Arno-Bachert / Pixelio.de

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