Rettungseinsatz

Schule geräumt: Dutzende Verletzte durch Dämpfe

Einsatz am Gymnasium in Eltville
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Ein Absperrband vor dem Gymnasium im Rheingau-Taunus-Kreis.

Großer Feuerwehreinsatz im Rhein-Main-Gebiet: In Eltville muss eine Schule geräumt werden. Dutzende Schüler sind verletzt.

Eltville – Ein Gymnasium in Eltville am Rhein ist am Freitag (10.09.2021) geräumt worden, nachdem bei zahlreichen Schülerinnen und Schülern Atembeschwerden aufgetreten waren. Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Eltville berichtete von 36 Verletzten. Zehn von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter zwei Feuerwehrleute und eine Mitarbeiterin der Schule.

Die genaue Ursache für die Atembeschwerden war zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen könnten sie durch zusammengemischte Putzmittel ausgelöst worden sein. Mehrere Kinder seien am Vormittag zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, aber nicht ernsthafter verletzt worden, sagte die Schulleiterin Angelika Morschheuser der Deutschen Presse-Agentur.

Schule in Eltville geräumt: Feuerwehr nimmt Luftproben

Zunächst bestand der Verdacht, dass Reizgas die Ursache war. Nach Angaben eines Polizeisprechers war das aber vermutlich nicht der Fall, wobei es auch nicht ganz ausgeschlossen werden könne. Es habe sich vermutlich um Dämpfe durch zusammengemischte Putzmittel gehandelt.

Die Feuerwehr nahm Luftproben und gab nach Messungen erste Entwarnung. Die Schüler und Schülerinnen seien wieder in ihre Klassen zurückgekehrt und hätten anschließend den Heimweg angetreten.

In einer Schulturnhalle in Frankfurt versprühten Jugendliche kürzlich Pfefferspray*. Durch die Lüftung verteilte sich das Reizgas rasant. Mehrere Schülerinnen und Schüler wurden verletzt. Auch mehrere Schüler einer anderen Schule in Frankfurt klagten nach einer Reizgas-Attacke über Atemwegsreizungen. (kke/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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