EBS besteht darauf: Keine Steuermittel für Mallorca

Wiesbaden - Haben sich Professoren und Führungskräfte auf Kosten der Steuerzahlen auf Mallorca amüsiert? Die European Business School (EBS) bleibt dabei, dass ein Workshop auf der Ferieninsel den Steuerzahler in Deutschland nichts gekostet hat.

Die Veranstaltung auf Mallorca sei nicht vom Land gefördert worden, sagte ein Sprecher der privaten Hochschule in Wiesbaden am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die „Bild“-Zeitung hatte am Mittwoch Auszüge aus einem im Auftrag des Landes erstellten Prüfbericht dokumentiert - darunter auch über die Tagung vom Mai 2009.

Danach hat die EBS dem Land für den Mallorca-Workshop zum Aufbau der juristischen Fakultät 34 110,28 Euro in Rechnung gestellt. Wie es im Zeitungsbericht weiter heißt, musste die Hochschule davon nach Feststellung der Wirtschaftsprüfer 27 288,22 Euro zurückerstatten. Das Land hat 2009/2010 den Aufbau der juristischen Fakultät insgesamt mit 17 Millionen Euro finanziert. Die Elite-Hochschule hat inzwischen 950.000 Euro zurücküberwiesen, weil die Gelder laut Wissenschaftsministerium zweckfremd eingesetzt wurden.

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„Bild“ hatte bereits vor zehn Tagen erstmals über Landesmittel für die „Sause“ auf Mallorca berichtet - dies war von der EBS dann dementiert worden. Im Wissenschaftsministerium hieß es am Mittwoch, der Zeitungsbericht enthalte „nichts Neues“. Mit der Rückzahlung des Geldes sei der Fall für das Ministerium erledigt, sagte Sprecher Jörg Kilian. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hatte den EBS-Prüfbericht den Mitgliedern des zuständigen Landtagsausschusses zur Einsicht überlassen. Vor zwei Wochen hatte die CDU-Politikerin dann scharf die Grünen gerügt, weil diese Teile des Berichts an die Öffentlichkeit weitergegeben hätten.

dpa

Quelle: op-online.de

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