Ehefrau getötet - War es Eifersucht?

Frankfurt am Main - Nach einem blutigen Ehedrama hat sich seit Mittwoch ein 45 Jahre alter Arbeiter aus Serbien wegen Totschlags vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Zu Beginn des Prozesses wollte der Angeklagte zunächst keine Angaben machen. Die Anklage legt ihm zur Last, im Dezember vergangenen Jahres im Streit die Ehefrau im Beisein des dreijährigen Sohnes mit 17 Messerstichen getötet zu haben. Die schwer verletzte Frau flüchtete offenbar noch ins Treppenhaus des Mietshauses in Fechenheim, wo sie von Nachbarn leblos aufgefunden wurde.

Während der Angeklagte schwieg, machte ein weiterer Sohn (22) umfangreiche Angaben zu den Familienverhältnissen. Seine Mutter bezeichnete er als „liebevoll“, den Vater dagegen als sehr eifersüchtig. Die krankhafte Eifersucht war offenbar auch das Motiv für die Messerattacke, für die es allerdings bis auf den Dreijährigen keine direkten Tatzeugen gibt.

Zwischen den beiden Elternteilen sei es häufig zu verbalen und auch körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen die Mutter meistens unterlegen gewesen sei, sagte der Zeuge. Am Tattag sei er von seinem Vater angerufen und informiert worden. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Tat im Affekt aus und hat deshalb eine Mordanklage abgelehnt. Möglicherweise kommt es aber auch zu einer psychiatrischen Unterbringung des gesundheitlich angeschlagenen Angeklagten. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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