Künftige „BoKlok“-Siedler per Los ausgewählt

Eigene vier Ikea-Wände

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Gewonnen? Philipp Mühlbauer verliest die Namen der möglichen „BoKlok“-Siedler.

Hanau (dk) ‐ Für 21 Bürger aus der Gegend zwischen Taunus, Spessart und Odenwald ist der Traum vom Eigenheim oder der eigenen Wohnung am Wochenende in Hanau in greifbare Nähe gerückt.

Philipp Mühlbauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Schlüchterner Fertighausunternehmens Bien-Zenker, und Katharina Matula, Leiterin der Hanauer Ikea-Niederlassung, zogen die glücklichen Gewinner aus der großen Box, in die alle Interessenten ihren ausgefüllten Antrag - eher eine vorläufige Absichtserklärung – zum Kauf eines Ikea-Reihenhauses oder einer Ikea-Eigentumswohnung im Offenbacher Baugebiet „An den Eichen“ eingeworfen hatten. Neun Reihenhäuser der Marke „BoKlok“ sollen dort entstehen, dazu ein Baukörper mit insgesamt zwölf Eigentumswohnungen verschiedener Zuschnitte.

„Alles weg,“ freute sich Philipp Mühlbauer von Bien-Zenker nach der öffentlichen Ziehung im Einrichtungshaus. Bereits um zehn Uhr am Samstag hatte sich eine kleine Menschenmenge im Obergeschoss des Möbelhauses im Hanauer Industriegebiet Nord versammelt. Wer unentschlossen war, der konnte offene Fragen bei den vielen Beratern klären oder Finanzierungsmodelle für die eigenen vier Ikea-Wände erörtern. Kurz vor Ende der Verlosung war der Andrang besonders groß. Alle Berater waren im Einsatz, Fragen nach der Finanzierung an der Tagesordnung.

Zwischen Mitte 30 und Mitte 40 sind die meisten Interessenten alt, die sich den Kauf einer Ikea-Immobilie vorstellen können, entsprechende Formulare ausfüllten und in einen großen blauen Kasten steckten. Gut auf „BoKlok“ und die damit verbundenen persönlichen Belange vorbereitet waren die meisten, aber auch Kurzentschlossene sicherten sich mal eben schnell ihre Option. „Ich habe davon heute morgen im Radio erfahren. Jetzt bin ich da,“ erzählt etwa einer der Interessenten.

Der Ansturm am Samstag kam für die Beteiligten nicht unerwartet. Die Betreuer des Musterhauses, das seit Anfang März auf dem Ikea-Gelände in Wallau zu besichtigen ist, hatten nach eigenen Angaben „gut zu tun.“ Weit über 1000 Besucher habe man regelmäßig samstags während der Besichtigungszeiten gezählt. Es sei nicht nur der Einstiegspreis von 99 500 Euro für eine Eigentumswohnung, von 179 500 Euro für das 84 Quadratmeter große Reihenhaus Modell „Fryken“ oder von 248 500 Euro für das 102 Quadratmeter große Modell „Immeln,“ der die Neugier wecke. Für Ewa Magnusson, Marketingmanagerin für das „BoKlok“-Projekt von Planer Skanska und Ikea, ist auch die Wohn- und Lebensform in den „BoKlok“-Siedlungen eine Alternative. Die Hausbewohner könnten für sich sein, sich aber auch auf den gemeinsam genutzten Flächen zusammentun. Dem Mangel an Orten für Begegnungen werde mit dem „BoKlok“-Projekt abgeholfen.

21 künftige Haus- und Wohnungseigentümer können das Zusammenleben ab November in der „BoKlok“-Siedlung in Offenbach in der Praxis erproben. Ob das freilich jene 21 Interessierten sind, deren Namen am Samstag gezogen wurden, ist offen. Deshalb stehen auch 21 weitere Anwärter auf der Warteliste. Sie alle sind am Donnerstag zu einem Informationsgespräch nach Hanau eingeladen. Dann kann sich an der Liste noch einiges ändern. Für diejenigen jedenfalls, die abspringen oder wegen unsicherer Finanzierung passen müssen, stehen die Ersatzleute bereits in den Startlöchern. Ende Mai soll das Vergabeverfahren dann verbindlich abgeschlossen sein, schätzt Philipp Mühlbauer.

Quelle: op-online.de

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