Preise für Wohneigentum klettern weiter

Frankfurt: Teures Immobilienpflaster

Frankfurt - Eigentumswohnungen und Häuser werden in Frankfurt immer teurer.

Der Quadratmeterpreis für eine durchschnittliche Wohnung sei im Mittel in den vergangenen zehn Jahren von 2050 Euro (2006) auf 3700 Euro (2015) geklettert, sagte gestern der Vorsitzende des unabhängigen Gutachterausschusses für Immobilienwerte, Michael Debus, in Frankfurt. Er rechnet auch im laufenden Jahr mit steigenden Preisen und Mieten. Eine Neubau-Eigentumswohnung sei 2015 im Schnitt für rund 4390 Euro pro Quadratmeter verkauft worden. Das waren elf Prozent mehr als 2014 und rund 70 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Reihenmittelhäuser kosteten in Frankfurt 2015 im Mittel 366 000 Euro. Die durchschnittlichen Preise für die gefragteren frei stehenden Einfamilienhäuser (654 000 Euro im Schnitt) und Doppelhaushälften (542 000 Euro) waren doppelt so hoch wie in Südhessen und viermal so hoch wie in Norden des Bundeslandes. Bei den Wohnungen seien ganz alte oder ganz neue Wohnungen besonders begehrt, sowie Innenstadt-nahe Lagen und Hochhäuser. „Es gibt nirgendwo so viele Wohnhochhäuser wie in Frankfurt“, sagte Debus. Dabei gelte: „Umso höher, umso höher der Preis.“ Rund 4500 Euro pro Quadratmeter müssen im Schnitt für eine Wohnung in den zehn unteren Stockwerken bezahlt werden, das entspreche etwa dem Durchschnitt aller Neubau-Eigentumswohnungen.

Bilder: Neubau des Henninger Turms

Rund 7800 Häuser, Wohnungen, Büros und Gewerbeimmobilien wechselten im vergangenen Jahr in Frankfurt insgesamt den Besitzer. Der Umsatz von 6,3 Milliarden Euro sei der zweithöchste nach 2007 (7,8 Milliarden Euro), hieß es in dem Bericht weiter.

dpa

Quelle: op-online.de

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