„Ein Geschenk des Himmels“

Dietzenbach ‐ Das Konjunkturprogramm von Bund und Land wird im Kreis Offenbach als „Geschenk des Himmels“ empfunden. Von Michael Eschenauer

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) legte gestern eine Zwischenbilanz jener Maßnahmen an den Schulen vor, die mit den zur Verfügung stehenden 54 Millionen Euro bis Ende 2011 verwirklicht werden sollen. „Da die Sanierungen im Rahmen des PPP-Projekts gelaufen sind, konnten wir den Schwerpunkt nun auf Erweiterungen, Umbauarbeiten und Neubauten richten“, so Jäger. Thematisch stehe der Ausbau des Betreuungs- und Ganztagsangebots im Mittelpunkt. Allerdings fließe Geld nicht nur in Gebäude, auch die Ausstattung der Schulen werde mit Mitteln aus dem Hessischen Sonderinvestitionsprogramm verbessert. An diversen Schulen würden Fachräume hergerichtet und Mobiliar angeschafft. An rund 20 Schulen sei die Verbesserung der IT-Ausstattung geplant.

45 Prozent der Aufträge an Betriebe in der Region

Die beiden Programme von Bund und Land, bei denen die Arbeiten bis Ende diesen Jahres starten müssen, beziehungsweise bis Ende vergangenen Jahres hätten begonnen werden müssen, hätten den Kreis in die Lage versetzt, bei den Schulen erhebliche Verbesserungen zu erzielen. Die Lernsituation sei nun besser, „als wir es uns vor eineinhalb Jahren hätten träumen lassen,“ so Jäger. Von den insgesamt 22 Maßnahmen werden neun aus dem Bundes- und 13 über das Landesprogramm finanziert. Jäger unterstrich, dass der sechs- bis achtwöchige Stillstand der Bauarbeiten zwischen Weihnachten und Ostern zu erheblichen Verzögerungen geführt habe. Sie seien schwer aufzuholen.

„Das Konjunkturpaket kommt dem heimischen Handwerk zu Gute“, sagte Jäger. In Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft und der Wirtschaftsförderung des Kreises seien 45 Prozent der Aufträge an Unternehmen aus dem Kreisgebiet vergeben worden. Hierbei sei sichergestellt, dass die Kreishandwerkerschaft immer über die aktuellen Ausschreibungen informiert sei. Weitere 38 Prozent würden von Firmen aus dem restlichen Hessen ausgeführt. 15 Prozent würden von Betrieben aus dem Bundesgebiet erledigt - zum Teil handele es sich um Spezialfirmen, deren Leistungen hier nicht angeboten würden. „Das ein oder andere Unternehmen kann wegen voller Auftragsbücher nicht mitbieten. Hier geht eine rote Warnlampe an“, sagte Jäger. Zusätzlich zu den bekannten Maßnahmen erwähnte sie, dass sich die Schüler der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich und der Wilhelm-Leuschner-Schule in Egelsbach jeweils über eine neue Drei-Felder-Turnhalle freuen können. Die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark erhält einen Erweiterungsbau, und an der Carl-Orff-Schule in Jügesheim wird der Betreuungsbereich ausgebaut. Die letzten Bauarbeiten beginnen im Juni.

Quelle: op-online.de

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