Ein Schnuller fürs Baby: Das ist wichtig

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Achten Sie darauf, dass Sie den Schnuller in der Größe kaufen, die zum Alter Ihres Babys passt.

Die meisten Babys lieben ihren Schnuller – und nicht nur sie. Auch die Eltern sind froh, wenn sich ihr Kind schnell beruhigt. Allerdings ist das Schnuller kaufen eine Wissenschaft für sich. Wir haben daher einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Babys nuckeln gern. Das sanfte Saugen beruhigt sie. Deshalb nehmen die meisten Kinder den Schnuller gerne an. Doch manche Eltern sorgen sich um die Entwicklung ihres Kindes, wenn sie ihm einen Schnuller anbieten: Sie fürchten, dass sich der Kiefer nicht richtig entwickelt und das Kind später Schwierigkeiten beim Essen und Sprechen bekommt.

Grundsätzlich ist diese Sorge verständlich: Ein Schnuller in der falschen Form oder Größe kann den noch sehr weichen Kiefer eines Babys tatsächlich verformen. Allerdings sind sich die meisten Experten einig: Ein passender Schnuller schadet dem Baby nicht, wenn er nicht ununterbrochen in Gebrauch ist. Als deutlich schädlicher gilt unter Fachleuten die Auswirkung des Daumenlutschens, das manche Kinder als Schnuller-Ersatz wählen.

Das Material des Schnullers

Die gängigsten Materialien sind Latex und Silikon:

  • Latex-Schnuller bestehen aus einem natürlichen Grundstoff. Sie haben eine gelbliche Farbe und schmecken leicht nach Gummi, sind aber sehr strapazierfähig. Deshalb eignen sie sich gut für Babys, die bereits Zähne bekommen haben und auf dem Schnuller kauen.
  • Silikon-Schnuller sind farblos, geschmacks- und geruchsneutral. Außerdem nutzen sie sich langsamer ab als Latex-Schnuller. Allerdings sind sie weniger elastisch – wenn Kinder mit den Zähnen darauf herumbeißen, gehen sie schneller kaputt. Tipp: Die Zeitschrift Ökotest hat Silikon-Schnuller getestet.

Die optimale Form

Schnuller gibt es in den verschiedensten Designs – von kirsch- bis tropfenförmig, von rund bis flach. Grundsätzlich sucht sich Ihr Kind selbst die Schnuller-Form aus, die es am liebsten mag. Experten raten allerdings zu flachen Schnullern. Sie beeinträchtigen die Entwicklung des Kiefers am wenigsten und lassen der Zunge Platz, sich im Mundraum zu bewegen.

Wichtig ist die Größe des Schnullers: Fragen Sie den Verkäufer oder prüfen Sie die Angaben in den Produktbeschreibungen, wenn Sie ihn im Internet bestellen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Baby nicht den kompletten Schnuller in den Mund stecken kann.

Wie Sie richtig mit dem Schnuller umgehen

Hier einige Tipps zum Umgang mit dem Schnuller – damit Sie und Ihr Baby zufrieden sind:

  • Viele Hebammen raten, den Schnuller nicht von Anfang an, sondern erst einige Wochen nach der Geburt Ihres Kindes anzubieten. Sonst könnte es zu Problemen beim Stillen kommen.
  • Zwingen Sie Ihrem Baby keinen Schnuller auf, wenn es ihn verweigert.
  • Nehmen Sie den Schnuller nicht selbst in den Mund. Sie übertragen sonst Keime auf Ihr Baby.
  • Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an daran, dass es den Schnuller nicht dauerhaft im Mund hat. Verwenden Sie ihn zum Beispiel nur zum Einschlafen – und nehmen Sie ihn vorsichtig aus dem Mund, sobald das Baby schläft.
  • Kochen Sie den Schnuller immer wieder ab – am besten, schon bevor Sie ihn Ihrem Kind zum ersten Mal geben.
  • Untersuchen Sie ihn regelmäßig und ersetzen Sie ihn sofort, wenn er beschädigt ist. Ihr Kind könnte sonst winzige Teile verschlucken.

Tipps zum Umgang, zur Hygiene und zu weiteren Themen rund um den Schnuller finden Sie auch hier.

Quelle: op-online.de

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