Eine Hommage an das Stöffche

Frankfurt - Apfelwein ein Trend-Getränk? „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“, mag da mancher Kelterer mit Goethes „Faust“ denken und über den sinkenden Absatz des Getränks lamentieren. Von Christian Riethmüller

Schließlich sind die Verkäufe der hessischen Apfelweinproduzenten in den Jahren 2001 bis 2009 von 41,5 Millionen Liter auf 36,4 Millionen Liter zurückgegangen.

Etliche Apfelwein-Enthusiasten aus dem Buch sind übrigens am Sonntag, 13. März, bei „Apfelwein im Römer“ in Frankfurt zu erleben.

Möglicherweise hat aber die Renaissance des „Stöffches“ schon längst begonnen. Nimmt man den soeben erschienenen Prachtband „Apfelwein 2.0“ (Umschau Buchverlag, Neustadt/Weinstr.) zur Hand, ist man sogar davon überzeugt, dass dem Apfelwein nicht anderes als eine glänzende Zukunft beschieden sein kann. Auf über 200 Seiten nehmen die Food-Journalistin und Autorin Ingrid Schick sowie die Fotografin Angelika Zinzow den Leser mit auf eine Reise zu Produzenten, Tüftlern, Experten - kurz, zu Apfelwein-Enthusiasten. Die stellen nicht nur Weine und Säfte, sondern auch feine Destillate, Senf und Essig sowie sogar Apfelweineis und Seife her. Diese Enthusiasten kommen in Ingrid Schicks Porträts ausführlich zu Wort., Sie berichten über ihre Inspiration, ihre Spezialitäten und ihre Produktphilosophie.

Schick und Zinzow sind für ihr Buch nicht nur durch Hessen gereist, sondern haben auch über den Bembelrand geblickt und zwischen Ostsee und Saarland Manufakturen entdeckt, in denen mit gleicher Begeisterung wie in Hessen wieder mit der immensen Sortenvielfalt und den geschmacklichen Nuancen des Apfels experimentiert wird.

Was Wunder also, dass Apfelwein mittlerweile auch in der Spitzengastronomie eine Rolle spielt. Darauf deuten auf jeden Fall die zahlreichen Rezepte hin, die den informativen Band beschließen und die von Angelika Zinzow aufs Appetitlichste in Szene gesetzt worden sind.

Quelle: op-online.de

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