Eine Karte - alle Verkehrsmittel

E-Ticket für Bus, Bahn, Leihauto und Miet-Fahrrad

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So sieht die Mobilitätskarte aus.

Frankfurt - In Frankfurt und der Region soll eine neue elektronische „Mobilitätskarte“ nicht nur die Fahrt mit Bus und Bahn ermöglichen, sondern auch den Umstieg auf Autos aus dem Car-Sharing-Bereich und auf Leih-Fahrräder. Von Michael Eschenauer

Wohin die Reise im öffentlichen Nahverkehr geht, wurde jetzt bei einer Veranstaltung auf dem Römerberg deutlich: Säuberlich in Reihe standen dort E-Bikes, Car-Sharing-Autos, normale Fahrräder, ein Auto mit Elektroantrieb und ein Bus. Anlass für den Auftrieb war die neue Initiative des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV): Künftig soll man mit dessen neuem „E-Ticket“ all diese Verkehrsmittel oder Verkehrssysteme kombinieren.

Das elektronische Ticket wird so zum Schlüssel für eine ganze Reihe von Verkehrsmitteln - schneller und einfacher Wechsel inklusive. „Wir setzen bei der Mobilität alles auf eine Karte“, gab RMV-Aufsichtsratsvorsitzender André Kavai (SPD) dem Mobilitätsticket auf den Weg.

Die Fälschungssicherheit

Ein weiterer Vorteil der neuen elektronischen Fahrkarte sei deren Fälschungssicherheit, betonte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Bisher werden nur Jahreskarten und Seniorentickets in Chip-Form angeboten. Laut Ringat sollen alle anderen Dauer-Tickets aber sukzessive auf die Chip-Technik umgestellt werden. Der „Gag“ des neuen E-Tickets sind die mit ihm verbundenen Zusatz-Dienste. So treten als RMV-Partner die Unternehmen aus dem Car-Sharing-Bereich „book-n-drive“ mit 330 Fahrzeugen in der Region und „Stadtmobil“ mit 130 Autos sowie der Autoanbieter der Bahn AG, „Flinkster“, an. „Flinkster“ verfügt in 140 deutschen Städten über 2500 Autos. Hinzu kommt für die Besitzer der neuen E-Card der Zugriff auf Fahrrad-Verleiher: Mit dabei sind „Call a bike“ (Bahn AG) und „MVG mein Rad“ (Mainz). Aus Offenbach steuert „Emobil“ eine Leihstation mit zwei Elektro-Autos und 15 Elektrofahrräder bei. Die Anwendung soll denkbar einfach sein. Wer sich für die Zusatzangebote von Car-Sharing und Fahrrad interessiert, muss sich registrieren lassen - entweder direkt beim RMV oder bei den kooperierenden Firmen.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kommentierte die Vorstellung der „Mobilitätskarte“ mit der Bemerkung, auf diese Weise sei eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Region möglich.

Wunderkarte funktioniert höchst einfach

In der Praxis, so das Versprechen der Organisatoren, funktioniert die neue Wunderkarte höchst einfach. Der Nutzer müsse sie lediglich an die Autotüre halten, um das Schloss zu öffnen und dann losfahren. Die Kosten hängen von den Kilometern und der Nutzungszeit ab. Analog wird bei den Mieträdern verfahren. Frank Junker, Geschäftsführer der Frankfurter Wohnungsbauholding ABG, wies darauf hin, dass sein Unternehmen mit Hilfe von Car-Sharing beim Bauprojekt an der Offenbacher Hafenmole die Zahl der Parkplätze habe vermindern können. Dies spare Geld, weshalb das neue Verkehrskonzept für Wohnungsunternehmen insgesamt interessant sei.

Quelle: op-online.de

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