In einem anderen Licht

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Philipp Geists Licht-und-Klang-Installation „Time Drifts“ wird auf dem Universitätscampus Bockenheim zu sehen sein.

Frankfurt/Offenbach - In ganz besonderes Licht getaucht wird sich die Region von 15. bis 20. April zeigen: Die Luminale 2012 steht an. Bei ihrer sechsten Auflage wird die Biennale der Lichtkultur rund 175 Projekte zwischen Aschaffenburg und Mainz präsentieren. Von Christian Riethmüller

Die meisten Veranstaltungen sind in Frankfurt mit rund 100 und in Offenbach mit rund 40 Licht-Installationen geplant. Insgesamt 20 Veranstaltungen werden zudem in den Städten Darmstadt, Wiesbaden und Mainz angeboten, sagte gestern Kurator Helmut Bien im Palmengarten Frankfurt bei der Vorstellung des Programms.

Der Palmengarten ist diesmal der zentrale Treffpunkt des Festivals. Hier lasse sich der Reiz der Luminale besonders erfahren, weil der Garten tatsächlich im Dunkeln liege, wie Karin Wittstock vom Palmengarten versprach. Gleich neun Installationen von internationalen Designern wie auch einer Studentengruppe der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (HfG) sollen unter dem Motto „Lunas Park“ den Garten in einem ganz neuen, anderen Licht erscheinen lassen. Der Palmengarten ist an den Luminale-Abenden von 19 bis 23 Uhr geöffnet.

Strahlender Publikumsmagnet am Campus Bockenheim

Unweit des Palmengartens findet sich ein weiteres zentrales Projekt der Luminale 2012. Auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität, dort wo in den nächsten Jahren der Kulturcampus entstehen soll, wird der Berliner Lichtkünstler Philipp Geist seine raumgreifende Ambient-Licht-und-Klang-Installation „Time Drifts“ zeigen. Diese Installation zum Thema Zeit und Raum soll nicht nur Publikumsmagnet, sondern auch Kommentar zur Stadtentwicklung sein „Die Luminale begleitet Stadtentwicklung mit Lichtspots auf Themen, die aktuell und in der Entwicklung sind“, sagt Helmut Bien und verweist auf die zurückliegenden Festivals, die etwa den Fokus auf die Frankfurter Mainufer, den Zollhafen Mainz oder den Offenbacher Hafenkran gerichtet hätten.

140.000 Besucher erwartet

In der Nähe dieses Krans ist das Offenbacher Luminale-Zentrum zu finden, die alte Heyne-Fabrik. Sie dient als Treff- und Ausgangspunkt für Touren. Zwischen Frankfurt und Offenbach verkehrt abends stündlich ein eigener Luminale-Bus, der auch eine Rundtour durch die Lederstadt zu den jeweiligen INstalationen fährt.

Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 140.000 Besuchern der Luminale. Hinzu kämen mehr als drei Millionen Pendler und Passanten, die zumindest auf einige der Objekte, etwa an Fassaden oder auf öffentlichen Plätzen, aufmerksam werden dürften. Parallel zum Festival wird in der Messe Frankfurt die Leitmesse „Light + Building“ veranstaltet, zu der über 2100 Hersteller aus 50 Ländern erwartet werden. Bestimmende Themen der Messe sind Energieeffizienz und die Digitalisierung des Lichts.

Das ausführliche Programmheft der Luminale 2012 ist bei Stadtverwaltung und Tourist-Info erhältlich - und natürlich auch online.

Quelle: op-online.de

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