Auf einen Sprung nach Italien

Frankfurt - Sommerzeit ist Urlaubszeit und wer kann, der packt seine Koffer und macht sich gen Süden auf; lechzend nach Sonne, Strand und gutem Essen. Von Domenico Sciurti

Hessens italienische Partnerregion, die Emilia-Romagna, ist – wenn auch nicht meistbesuchtes – so doch beliebtes Ziel deutscher Touristen. Doch nicht jeder hat Gelegenheit zum Sommerurlaub südlich der Alpen. Diejenigen, die in Hessen bleiben, müssen aber nicht auf das italienische, oder speziell das emilia-romagnische, Lebensgefühl verzichten. Sie finden es in der Taunusstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Dort steht Daniele Morini in seinem Lokal „InCantina“ bereit, um Gäste zu empfangen. Der 52-Jährige kommt aus Russi, einem Städtchen in der Provinz Ravenna in Norditalien. 2009 ist er mit einer Mission nach Frankfurt gekommen: Er möchte „den kulturellen Wert von Wein und Lebensmitteln der Region“ bekannter machen. Unterstützt wird er dabei von dem Verein „Enoteca Regionale Emilia Romagna“.

Fast einmal quer über den Stiefel

Von Piacenza im Westen bis Rimini im Osten zieht sich die Emilia-Romagna fast einmal quer über den Stiefel, bietet Strände, geschichtsträchtige Städte wie Ravenna, Parma und Modena, in Bologna die älteste Universität Europas und vieles mehr. Etliches Informationsmaterial klärt darüber in der InCantina auf.

In regelmäßigen Abständen veranstaltet Morini zudem Vortragsabende, zu denen er Wein-, Käse- und Wursthersteller sowie Betreiber von Gasthäusern einlädt. Interessierte erfahren so vieles aus erster Hand, wenn Morini seine Heimat buchstäblich schmackhaft macht.

Hunderte Flaschen an den Wänden

In dem großzügigen, schlicht und modern eingerichteten Lokal im Erdgeschoss des Hochhauses Skyper schmücken Hunderte Flaschen ein langes Wandregal. Mehr als 1000 Weine von etwa 250 regionalen Produzenten bietet das Lokal an. Immer wieder kommen neue dazu. Mitarbeiter Massimo Ancarani versichert: „Alle sind aus kleinen, familiengeführten Weinkellern.“ Der 44-Jährige kümmert sich um den Ein- und Verkauf. Er verfällt in einem schwärmerischen Monolog, wenn er über die Weine zu sprechen beginnt. „Er ist die Seele des Weines“, beschreibt ihn sein Chef Daniele Morini liebevoll.

Traditionelle Speisen

Neben Wein findet der Besucher auch ein Angebot traditioneller Speisen. Beispielsweise die Piadina - Fladenbrot, das mit regionalen Zutaten belegt ist. Die Piadizza, eine Kombination aus Piadina und Pizza, stamme aus Rimini, erzählt Morini . In einer Vitrine hinter der Theke ist ein Schinken aus Parma zur Schau gestellt, den Nebenraum beherrscht ein großer Käselaib. Alle Wurst- und Käsesorten, Weine und Essige sowie sonstige Spezialitäten der Region können an der Theke gekauft werden.

Auf Wunsch veranstaltet die Cantina auch Weinverkostungen und Tastings im privaten Rahmen. Öffnungszeiten: Montags bis samstags von 11 bis 22 Uhr.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © P-Kirchhoff/pixelio.de

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