Entlassungen weniger als geplant

Einigung auf Jobabbau bei Allessa

Frankfurt - Im Eiltempo hat sich das angeschlagene Frankfurter Chemieunternehmen Allessa mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Jobabbau und eine Transfergesellschaft geeinigt.

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„Von heute geht das Signal aus, dass die Allessa wieder steht“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Firma, Rafael Reiser, gestern in Frankfurt. Der Jobabbau fällt geringer aus als zunächst geplant. Etwa 270 der rund 800 Festangestellten sollten ursprünglich entlassen werden, erklärte Reiser. Nun würden weniger als 200 Mitarbeiter heute ihre betriebsbedingte Kündigung erhalten. Mehr als 20 Angestellte würden Allessa freiwillig verlassen. Erst Anfang Dezember hatte das Unternehmen den Schritt angekündigt. Im September hatte die Cassella GmbH ihr Tochterunternehmen Allessa mit den Standorten Fechenheim, Griesheim und Höchst an die Beteiligungsgesellschaft International Chemical Investors Gruppe verkauft.

Die Kapitaldecke von Allessa sei stark dezimiert gewesen, berichtete der Betriebsratsvorsitzende Reiner Conrad. Wenn die Einigung nicht in diesem Quartal erzielt worden wäre, wären zusätzliche Kosten von vier bis fünf Millionen Euro angefallen. Die Firma sei fast „nicht mehr lebensfähig“ gewesen, fügte Marco Rosenlöcher, stellvertretender Leiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie des Bezirks Rhein-Main, hinzu. Die wirtschaftliche Situation sei schwierig gewesen, erläuterte auch Reiser.

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„Es war wichtig, eine Transfergesellschaft zu gründen, damit die Kollegen nicht ins Loch fallen“, so Conrad. Die Consult GmbH startet im Februar und unterstützt die Betroffenen ein Jahr bei der Suche nach einem Job.

ku

Quelle: op-online.de

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