Beschäftigte erhalten deutlich mehr Geld

Einigung im öffentlichen Dienst

Dietzenbach - Nach ihren Kollegen in den anderen Bundesländern bekommen auch die rund 45 000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Hessen mehr Geld. Nach einem Verhandlungsmarathon über 13 Stunden einigten sich die Tarifpartner auf eine Erhöhung in zwei Stufen.

Wie Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) gestern in Dietzenbach mitteilte, werden die Gehälter rückwirkend ab dem 1. März 2015 um 2 Prozent pro Monat angehoben. Ab dem 1. April 2016 steigen sie um weitere 2,4 Prozent, für bestimmte Gruppen um mindestens 80 Euro. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Die Gewerkschaft Verdi hatte 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 175 Euro gefordert.

Beuth sprach von „einem maßgeschneiderten hessischen Tarifvertrag“. Das Ergebnis sei „fair und ausgewogen“. Auf die 95.000 Beamten im Land könne das Ergebnis aber nicht übertragen werden. Das lasse auch die Schuldenbremse nicht zu. Die Gewerkschaften - neben Verdi auch die IG BAU und die GEW - zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben einen schwierigen, aber vertretbaren Kompromiss erkämpft“, meinte der Verhandlungsführer des dbb Beamtenbundes, Willi Russ. Auch Verdi meinte, Hessen halte mit dem Tarifvertrag Anschluss an die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst der übrigen Bundesländer. Die GEW forderte wie andere Gewerkschaften auch eine Übernahme des Abschlusses für die Beamten.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

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Für die anderen Bundesländer war Ende März eine Einigung erzielt worden. Die insgesamt 800.000 Angestellten bekommen demnach - ebenfalls in zwei Schritten - 4,61 Prozent mehr Geld. Rückwirkend zum 1. März 2015 steigen die Gehälter um 2,1 Prozent. Im kommenden Jahr kommen noch einmal 2,3 Prozent drauf, mindestens aber 75 Euro. Auch dieser Tarifvertrag läuft 24 Monate. „Wir haben nicht vor, in die TdL zurückzukehren“, erwiderte Beuth auf Appelle der Gewerkschaften. Eigenständige Verhandlungen erlaubten eigene Schwerpunkte. In Hessen werde auf die Familienfreundlichkeit geachtet, so etwa mit einer Kinderzulage von bis zu 150 Euro im Monat. Nun komme unter anderem das Ehrenamt hinzu. Wer sich freiwillig engagiere, bekomme dafür im Jahr einen freien Tag. 

dpa

Quelle: op-online.de

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