Elitäres Stelldichein der Kreativbranche

Frankfurt (cwo) ‐ Der „Art Directors Club“ (ADC) ist ein elitär verfasster Verein für exponierte Vertreter der Kreativwirtschaft. Im kommenden Jahr plant der Club ein großes Festival für Kulturschaffende in Frankfurt. Die Stadt hatte sich in einem Wettbewerb gegen Düsseldorf, Hamburg und München durchgesetzt.

Vom 12. bis 16. Mai 2010 soll das ADC Festival als „größtes Treffen der Kreativbranche im deutschsprachigen Raum“ stattfinden. Zentrum des Festivals und auch Ausstellungsbereich ist das Kongresszentrum und die 11.000 Quadratmeter große Halle 5.1. der Messe Frankfurt.

Daneben sind Workshops und Vortragsveranstaltungen in über das ganze Stadtgebiet verteilten Lokalitäten geplant. Prominente und junge Kulturschaffende aus den Bereichen Schauspiel, Regie, Drehbuch, Architektur, Malerei, Bildhauerei, Design und Produktgestaltung sollen sich begegnen und austauschen.

Frankfurt habe sich „auf den Weg gemacht, die Kreativwirtschaft anzuziehen“, sagte der Wirtschaftsdezernent der Stadt, Markus Frank, bei der Vorstellung des Konzepts. Und er prognostizierte: „Wir müssen dieser Branche noch viel öfter den roten Teppich darbieten.“ Gleichwohl ist das ADC Festival weniger als Publikumsereignis, denn als brancheninterne Austauschbörse angelegt. Der „Art Directors Club“ hat nur etwa 550 Mitglieder, die allesamt äußerst strenge Aufnahmekriterien erfüllen mussten. Freischaffende Künstler haben keinen Zugang, eng ist die Verbindung des Clubs zur Werbewirtschaft, zum ausgefeilten Produktmarketing.

Zwar könne jeder Festivalbesucher für etwa 15 Euro Eintritt die Ausstellungshalle besuchen, in denen etwa 5000 Exponate gezeigt werden, doch rechnen die Veranstalter nicht mit einem überwältigenden Besucherandrang. „Uns geht es nicht um Quantität, sondern Qualität“, sagte ADC-Vorstandsmitglied Stephan Vogel. Die Förderung und Entdeckung von Talenten stehe im Vordergrund.

Quelle: op-online.de

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