Endspurt für die Weihnachtspost

Offenbach (psh) ‐ Der Brief scheint fast verdrängt von E-Mails und digitalen Grüßen, die durch soziale Netzwerke sausen. Pressesprecher der Post sind aber sicher, dass langfristig zwar weniger Briefe verschickt werden, das beschriebene Blatt im Kuvert bleiben wird.

Dabei gibt es einen Wandel: Der Handel im Internet belebe vor allem das Paketgeschäft, außerdem gebe es mehr Großbriefe. Online-Händler sendeten etwa immer mehr Kataloge an ihre Kunden. Allen Unkenrufen zum Trotz: Zur Weihnachtszeit erlebt der handgeschriebene Brief alljährlich eine Renaissance. Schon Wochen vor den Festtagen verdoppelt sich in Deutschland die Postmenge auf täglich 145 Millionen Briefe.

Das sorgt bei den Briefzustellern für eine Menge Arbeit. Auch die modernsten Sortieranlagen stoßen vor den Feiertagen an ihre Grenzen. Bis Mitte der 80er Jahre gab es in Deutschland keine automatisierte Briefsortierung. Laut Siemens schafften es die Postmitarbeiter damals, in einer Stunde etwa 300 Briefe per Hand zu sortieren. Heute ordneten High-Tech-Anlagen in der gleichen Zeit etwa 55 000 Briefe, die aus Briefkästen und Postfilialen in den Briefzentren landeten. Siemens verkaufte kürzlich mehr als 370 der Anlagen an die Deutsche Post.

Der klassische Brief ist in der digitalen Welt zu einem Symbol der Wertschätzung geworden. Dabei werden die Menschen richtig kreativ. Glänzende, glitzernde - oder handgebastelte Umschläge landen millionenfach in den Briefkästen. Doch etwa eine in dunkelrot oder mit goldfarbenem Gel-Stift auf einen roten Briefumschlag geschriebene Adresse kann den Postsortieranlagen zu schaffen machen: Knapp zehn Prozent der täglich verschickten 70 Millionen Briefe in Deutschland können die Maschinen nicht lesen. Doch die Post sucht Lösungswege und investierte erst kürzlich zum Beispiel im Briefzentrum Offenbach in modernere Sortieranlagen. Diese können nicht nur Handschriften besser lesen, sie analysieren und erkennen auch arabische oder kyrillische Schrift.

Damit die Weihnachtspost rechtzeitig ankommt, sollten - nach Angaben von „Deutsche Post DHL“ - folgende Versandtermine beachtet werden: Grundsätzlich gilt demnach, dass bei rechtzeitigem Einwurf vor der letzten Leerung eines Briefkastens 95 von 100 Sendungen am nächsten Tag beim Empfänger ankommen. Briefe innerhalb Deutschlands sollten bis zum 22. Dezember abgeliefert werden. Selbst wer erst einen Tag vor Heiligabend, also am 23. Dezember, seine Briefe und Karten zur Post bringt, habe noch gute Chancen. „Päckchen und Pakete sollten am 22. Dezember bis 12 Uhr abgegeben werden, damit sie am 24. unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Wer doch erst kurz vorher das passende Geschenk findet, kann sein Päckchen auch noch am 23. Dezember als DHL-Express-Sendung aufgeben“, heißt es beim Unternehmen. Und es empfiehlt Kunden, Briefe in Europa mit Luftpost bis 15. Dezember aufzugeben, außerhalb Europas bis 13. Dezember, Paket/Päckchen mit Ziel EU und Schweiz ohne Luftpost bis 11. Dezember - mit Luftpost bis 17. Dezember, Ziel sonstiges Europa ohne Luftpost 8. Dezember, mit Luftpost 15. Dezember, weltweit mit Luftpost bis 10. Dezember.

Quelle: op-online.de

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