Entzündungen auf der Spur

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Nachwuchspreis: Prof. Amparo Acker-Palmer

Frankfurt ‐ Der US-Mediziner Prof. Charles Dinarello ist am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2010 ausgezeichnet worden.

Der 66 Jahre alte Forscher erhielt die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Zytokine. Der mit 60.000 Euro dotierte Nachwuchspreis ging an die Frankfurter Wissenschaftlerin Prof. Amparo Acker-Palmer. Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis gehört zu den international renommiertesten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Medizin. Die von Dinarello Mitte der 1970er Jahre entdeckten Eiweißstoffe sind für die Entstehung von Entzündungsreaktionen und Fieber verantwortlich. Sie regulieren Entzündungen bei Infektionen, Verletzungen und Krebs. Die 1968 im spanischen Sueca geborene Acker-Palmer hat Botenstoffe untersucht, die bei der Kontaktaufnahme von Zellen untereinander eine wichtige Rolle spielen - sogenannte Ephrine.

Der Vizepräsident der Goethe-Universität, Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, würdigte den Preisträger als einen bedeutenden Grundlagenforscher. Ohne dessen Arbeiten gäbe es heute viele Arzneimittel nicht. Dinarello, der an der University of Colorado in Denver arbeitet, gelte als Gründungsvater der Zytokinbiologie. Der Preisträger gab sich unterdessen ganz als Arzt: Schon einem einzelnen Patienten das Leben gerettet zu haben, sei ihm wichtiger als alle Preise in der Welt.

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis wird seit 1952 am 14. März, dem Geburtstag von Paul Ehrlich (1854-1915), vergeben. Mit ihm werden Wissenschaftler geehrt, die sich auf dem Forschungsgebiet von Ehrlich besondere Verdienste erworben haben - insbesondere der Immunologie, Krebsforschung, Mikrobiologie und Chemotherapie.

Benannt ist die Auszeichnung nach dem Medizin-Nobelpreisträger Paul Ehrlich sowie dem Chemiker und Wissenschaftshistoriker Ludwig Darmstaedter (1846-1927). Finanziert wird sie vom Bundesgesundheitsministerium durch zweckgebundene Spenden von Unternehmen und dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller.

dpa

Quelle: op-online.de

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