Erdbeben in Südhessen

Mehr Schäden als ursprünglich gedacht

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Mühltal - Das Erdbeben vom Wochenende hat offenbar mehr Schaden angerichtet als ursprünglich gedacht. Immer mehr Schadensmeldungen gehen bei den Behörden ein.

Auch zwei Tage nach dem Erdbeben in Südhessen gehen laufend Schadensmeldungen ein. Die meisten Geschädigten werden wohl auf den Kosten sitzen bleiben, schätzt die am stärksten betroffene Gemeinde Mühltal (Kreis Darmstadt-Dieburg). Das Beben am Samstagabend erreichte nach Angaben des Landesamtes für Umwelt und Geologie eine Stärke von 4,2 und war das stärkste in Hessen seit fast 20 Jahren. Verletzt wurde niemand.

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Bis zum Montagnachmittag wurden rund 120 Einzelfälle gemeldet - Risse in der Fassade, herabgefallene Dachziegel, instabile Kamine. Bei den meisten Familien seien die Schäden nicht gravierend, sagte der Leiter des Bauamts der Gemeinde Mühltal, Jochen Göbel. Am schlimmsten betroffen ist eine Frau, die als einzige nicht in ihr Haus zurückdurfte. Die Prüfung der Bauaufsicht und eines Statikers war am Montagnachmittag noch nicht abgeschlossen.

Bilder der Erdbeben-Schäden

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Die Gemeinde geht davon aus, dass nur wenige Geschädigte Geld von der Versicherung bekommen. Beben-Schäden sind nicht automatisch versichert, sondern nur, wenn sie ausdrücklich in die Police aufgenommen wurden. "Die meisten werden das nicht gemacht haben", sagte Göbel. Auch ein Statiker müsse privat beauftragt und bezahlt werden.

(dpa)

Quelle: op-online.de

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