Für Erhalt des Occupy-Camps

Frankfurt - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich für den Erhalt des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt ausgesprochen.

„Soziale Proteste dieser Art müssen in Frankfurt weiter möglich sein, die Behörden müssen sie ertragen“, sagte der Vorsitzende der DGB Region Rhein-Main, Harald Fiedler, gestern in Frankfurt. Zugleich forderte er die Stadt auf, ihr Verbot zurückzunehmen.

Die Stadt und Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) wollen, dass das Zeltlager bis zum Monatsende nach mehr als 40 Wochen des Protests geräumt wird. Die Frankfurter CDU-Fraktion stellte sich am Donnerstag hinter diese Entscheidung. Die politische Botschaft des Camps sei nicht mehr existent, teilte der Fraktionsvorsitzende Helmut Heuser mit.

Aufmerksam machen bis zum 9. August

Bis zum 9. August dürfen die Kapitalismuskritiker jetzt noch auf dem Willy-Brandt-Platz nahe des Euro-Denkmals auf ihr Anliegen aufmerksam machen - aber ohne dort zu campieren oder zu wohnen. Occupy hat bereits angekündigt, gegen den Beschluss Einspruch zu erheben und notfalls zu klagen. An morgigen Samstag wollen die Aktivisten ab 12 Uhr in der Frankfurter Innenstadt demonstrieren.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare