Pilot nicht flugtauglich?

Ermittlungen gegen Arzt nach Flugzeugunglück

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Bild vom Unfallort.

Gießen/Wölfersheim - Nach dem Flugzeugunglück mit acht Toten nahe Wölfersheim ermittelt die Staatsanwaltschaft Gießen gegen einen Arzt. Bei dem Abstutz in der Wetterau ist eine Dietzenbacher Familie ums Leben gekommen.

Nach dem Flugzeugunglück mit acht Toten nahe Wölfersheim wird gegen einen Arzt ermittelt. Geprüft wird, ob er einen Piloten möglicherweise zu Unrecht für flugtauglich erklärt hatte, wie eine Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft heute zu entsprechenden Medienberichten sagte. Demnach soll der Mann auch an Diabetes gelitten haben.

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Hintergrund der Ermittlungen: bei bestimmten Erkrankungen und Maschinen dürfen keine Flugtauglichkeitsbescheinigungen ausgestellt werden, erklärte die Sprecherin. Das Verfahren könne aber auch eingestellt werden, betonte sie. Gegen den Mediziner wird wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung sowie des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse ermittelt.

Dem Zwischenbericht der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zufolge lag im Wrack ein Dokument des Piloten über die Verwendung von Insulinpräparaten. Zudem fanden die Spezialisten im Cockpit Traubenzuckerblättchen, Spritzen und ein Gerät zur Glukosemessung. Eine Unfallursache wird in dem Bericht nicht benannt.

Zwei Kleinflugzeuge waren am 8. Dezember bei Wölfersheim (Wetteraukreis) nördlich von Frankfurt in der Luft kollidiert und auf ein Feld gestürzt. Dabei starben eine fünfköpfige Familie aus Dietzenbach sowie ein Paar und ein Kind aus Frankfurt. Es war eines der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland.

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dpa

Quelle: op-online.de

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