Ermittlungen gegen LKA-Chefin Thurau

Frankfurt/Wiesbaden - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Ermittlungen gegen die Chefin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, aufgenommen.

Die Behörde bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. Danach soll Thurau im September vergangenen Jahres bei einer Aussage vor Gericht gegen einen Hauptkommissar gelogen haben. „Wir ermitteln wegen uneidlicher Falschaussage“, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu.

Innenminister Boris Rhein (CDU) schloss eine Suspendierung Thuraus zum jetzigen Zeitpunkt aus. Sie leiste eine „untadelige Arbeit“ und habe bereits ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt, sagte er in Rüsselsheim. Es sei unangemessen, in das Verfahren der Justiz einzugreifen.

Reisespesen falsch abgerechnet

Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte der Verteidiger des Hauptkommissars bereits im April dieses Jahres Strafanzeige gegen Thurau erstattet. Das Ministerium erfuhr nach Aussage des Ministers am 6. April davon.

Der innenpolitische Sprecher der Linken im hessischen Landtag, Hermann Schaus, forderte, Thurau sofort zu beurlauben. Die Grünen im Landtag sprachen von einem gravierenden Vorwurf. Der Hauptkommissar hatte sich vor Gericht verantworten müssen, weil er Reisespesen falsch abgerechnet hatte. Thurau war damals Vize-Präsidentin des Frankfurter Polizeipräsidiums und sagte als Vorgesetzte gegen ihn aus.

dpa

Quelle: op-online.de

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