Erneuerbare Energien

Ungenutzte Potenziale in der Region

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Frankfurt - Der Weg ist lang mit vielen sich windenden Kurven. An seinem Ende soll die Energiewende stehen. Von Christian Riethmüller

Bis zum Jahr 2050 wollen das Land Hessen, wollen der Regionalverband Frankfurt RheinMain und will die Stadt Frankfurt die komplette Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt haben.

Obwohl dieses Ziel noch in einiger zeitlicher Ferne liegt, sieht der Regionalverband, dem 75 Kommunen sowie sechs Landkreise in der Rhein-Main-Region angehören, schon jetzt großen Bedarf zu handeln. Wie Verbandsdirektor Ludger Stüve (SPD) gestern in Frankfurt sagte, werden derzeit im Verbandsgebiet beispielsweise erst 10,3 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt habe man sich daher seit vergangenem Jahr daran gemacht, ein Energiekonzept zu erarbeiten. In dieses Konzept sollen alle Mitgliedskommunen eingebunden werden. Die seien online zu den Themen Energiewende und Klimaschutz befragt worden, was ein derzeit noch uneinheitliches Bild ergeben habe: Während einige Kommunen bereits Projekte umgesetzt hätten und über eigene Energie- und Klimaschutzkonzepte verfügten, stünden andere noch ganz am Anfang des Klimaschutzprozesses.

Hier wollen Verband und Stadt Frankfurt beratend unterstützen und haben auch schon zwei Praxisleitfäden publiziert, die das notwendige Grundwissen vermitteln sollen. Zudem soll die Zusammenarbeit in Netzwerken verstärkt werden. Zu diesem Zweck seien fünf Arbeitsgruppen zu den Themen „Energieversorgung“, „Mobilität“, „Gebäude- und Siedlungsentwicklung“, „Wertschöpfung, Finanzierung und Beteiligung“ sowie „Wirtschaft, Handel und Industrie“ eingerichtet worden, in denen sich jeweils bis zu 20 Experten bis Ende 2015 mit einem Energiekonzept für die Region beschäftigen. Angedacht ist ein Verbund, in dem sich große Energieverbraucher wie die Stadt Frankfurt aus der Region mit Energie beliefern lassen, die mittels Wind, Sonne und Biomasse erzeugt worden ist.

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Ungeachtet der Restriktionen, der etwa die Nutzung der Windkraft in der Region unterliegt, sieht Stüve ungenutztes Potenzial etwa bei der Energieerzeugung durch Biogaskraftwerke an Kläranlagen. Unerlässlich sei aber das Energiesparen. Experten halten eine Halbierung des Verbrauchs für nötig.

Quelle: op-online.de

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