Erpresser drohen mit Todesstoß

Fulda - Sie wollten mehrere tausend Euro von einem Bekannten erpressen, indem sie ihm damit drohten ihn aus dem zehnten Stock eines Hochhauses zu stoßen. Die beiden Täter stehen vor dem Landgericht in Fulda. 

Sie sollen einem Bekannten 10.000 Euro abgepresst haben, indem sie drohten, ihn aus dem zehnten Stock eines Fuldaer Hochhauses zu werfen: Seit Dienstag stehen ein Mann (58) und eine Frau (28) deshalb wegen erpresserischen Menschenraubes, räuberischer Erpressung und Körperverletzung vor dem Landgericht Fulda.

Die Frau gibt an, der Überfallene habe ihr 10.000 Euro geschuldet, ein verzinstes Darlehen, das sie ihm einige Monate zuvor überlassen hatte. Das Opfer bestreitet jedoch, jemals Geld von ihr erhalten zu haben. Die Frau beteuert auch, niemand habe den Mann geschlagen oder bedroht. Auf dem Balkon seiner Wohnung im zehnten Stock hätten sie lediglich zusammen geraucht. Der angeklagte Mann sagte bisher nichts zu den Vorwürfen. Er hat bereits 28 Vorstrafen, meist wegen Diebstählen und Körperverletzung.

Die angeklagte Frau ist die Lebensgefährtin eines Drogendealers, den der Überfallene durch eine Zeugenaussage hinter Gitter gebracht hatte. Beide hatten wegen Drogengeschäften im Gefängnis eine Zelle geteilt. Dort hatte das spätere Opfer mitbekommen, dass der Lebensgefährte der angeklagten Frau plante, Heroin ins Gefängnis zu schmuggeln. Für den aktuellen Prozess hat das Gericht bis zum 22. Mai fünf Verhandlungstage angesetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare