ABG erwirtschaftet Rekordgewinn

Bauen und Sanieren

Frankfurt Mit einem Rekordgewinn hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding das Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Der Überschuss soll in den Wohnungsbau investiert werden. Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen 437 neue Wohnungen fertigstellen - und die Mieten im Altbestand leicht erhöhen. Von Christian Riethmüller

Im Frankfurter Gutleut-Viertel hat die ABG das erste Mehrfamilienhaus im Effizienzhaus Plus Standard in Europa errichtet. Das Gebäude erzeugt mehr Energie als es verbraucht.

Rechnerisch lebt jeder vierte Frankfurter in einer ABG-Wohnung. 50 700 Wohnungen gehörten im Jahr 2014 zum Bestand der Gesellschaft, die der Stadt Frankfurt gehört und in der Mainmetropole entscheidend den Wohnungsmarkt prägt. Nach Angaben des Unternehmens, das gestern in Frankfurt seine Geschäftsbilanz des vergangenen Jahres vorstellte, beträgt der durchschnittliche Mietpreis für ein ABG-Wohnung zur Zeit 7,64 Euro pro Quadratmeter. Das seien 24 Prozent weniger als der im Wohnungsmarktbericht für den IHK-Bezirk Frankfurt genannte Durchschnittswert von 10,13 Euro pro Quadratmeter.

Mit der Bereitstellung und Schaffung preiswerten Wohnraums komme die ABG ihrem sozialen Auftrag nach, lobte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzender. Feldmanns Vorschlag, auf Mieterhöhungen zu verzichten, stößt bei der Geschäftsführung der ABG allerdings nicht auf Zustimmung. ABG-Chef Frank Junker plädiert für moderate Erhöhungen im einstelligen Prozentbereich, nicht zuletzt, um die ehrgeizigen Ziele der Gesellschaft bei der energetischen Sanierung des Bestands sowie der Einhaltung hoher energetischer Standards im Neubau zu gewährleisten. Erst vor wenigen Wochen hat die ABG im Gutleutviertel Europas größtes Effizienzhaus Plus eröffnet.

Luxus pur: Die teuersten Wohnlagen in Frankfurt

Wohnungsbau hört für das Unternehmen übrigens nicht an den Stadtgrenzen auf. Bis zum Jahr 2019 will die Gesellschaft mindestens 2,4 Milliarden Euro in den Bau von etwa 6200 neuen Wohnungen investieren. Einige hundert davon entstehen im Frankfurter Umland. Nach dem erfolgreichen Anfang auf der Offenbacher Hafeninsel, wo das Unternehmen mittlerweile 160 Wohnungen fertiggestellt hat, engagiert sich die ABG in der Lederstadt auch auf dem früheren MAN/Roland-Gelände an der Christian-Pless-Straße. Außerdem baut das Unternehmen in Sulzbach und Mörfelden-Walldorf geförderte Wohnungen. Außerdem ist ein Wohnprojekt in Friedberg in Planung.

Quelle: op-online.de

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