Ex-Landrat Walter soll Mietverzicht anerkannt haben

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Ex-Landrat Peter Walter unter Druck: Für seine angeblichen Zusagen, der Kreis Offenbach werde zunächst über längere Zeit auf Miete für die Internationale Schule in Dreieich verzichten, sollen Beweise existieren.

Dreieich/Dietzenbach (klg/mic) ‐ Ex-Landrat Peter Walter unter Druck: Für seine angeblichen Zusagen, der Kreis Offenbach werde zunächst über längere Zeit auf Miete für die Internationale Schule in Dreieich verzichten, sollen Beweise existieren. Das behauptet der Unternehmer Hans Strothoff.

Strothoff, der für die von ihm gegründete Internationale Schule bisher keine Miete zahlte, besteht darauf, dass Walter ihm bis zu drei mietfreie Jahre zugesichert habe. Dieses Versprechen und andere heute strittige Punkte seien auf ausdrücklichen Wunsch des ehemaligen Landrats nicht im Vormietvertrag fixiert worden. Die Verhandlungen über einen Hauptmietvertrag seien seinerzeit ins Stocken gekommen, weil Walter „mehr und mehr Abstand von seinen Zusagen“ genommen habe, sagt der Unternehmer. Dies sei der Grund, weshalb es keinen endgültigen Mietvertrag gebe.

Strothoff behauptet, dass der Ex-Landrat die Versprechen hinsichtlich der mietfreien Zeit mehrfach ihm, aber auch Dritten gegenüber geäußert habe. Die Zusagen seien in Protokolle aufgenommen und Walter zugestellt worden. Dieser habe nie widersprochen.

Walters Amtsnachfolger Oliver Quilling betonte gestern, dass Strothoff diese Dokumente trotz mehrfacher Aufforderung nicht vorgelegt habe. Offen ist, ob es nun in Verhandlungen zu einer Einigung zwischen der Schule und dem Kreis Offenbach kommt. Der Kreis betreibt das „Haus des Lebenslangen Lernens“ und vermietet die Räume an die Schule. Zwar will Strothoff die Grundmiete von 68 000 Euro monatlich sowie einen Pauschalbetrag von 500.000 Euro für die bisherigen Monate zahlen. Dies geschehe aber unter Vorbehalt und bedeute nicht, dass man Positionen preisgebe.

Quelle: op-online.de

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