Facebook in der Schule

Kommentar: Klare Regeln

Natürlich sollte gerade die Schule der Ort sein, wo man lernt, welche persönlichen Dinge wirklich nicht ins weltweite Netz gehören. Deswegen ist der Standpunkt des Kultusministeriums und von Schulpolitikern richtig: Von Peter Schulte-Holtey

Schulische Inhalte gehören nicht in Facebook und auf Medienbildung sollte viel stärker im Unterricht an Hessens Schulen geachtet werden. Wenn die Sozialen Netzwerke im Unterricht genutzt werden, dann müssen aber auch klare Regeln eingehalten werden. Sie sollten jetzt endlich zügig diskutiert und von der Schulverwaltung vorgelegt werden. Dabei wird sich auch schnell herausstellen, dass zum Beispiel der Nutzen von Facebook- und Whatsapp-Gruppen, die sich über Mathematikprobleme oder Literaturklassiker austauschen, riesig sein kann. Bei der Einbindung der Netzwerke in den Unterricht wird sich zudem herausstellen, was Fachleute in Beratungsstellen seit langem berichten: Die Nutzung der Netzwerke schult bei Mädchen und Jungen auch mit zunehmendem Alter die Sensibilität in Sachen Datenschutz.

Andererseits sollte auch klar sein, dass das Argument nicht überzeugt, man könne sich Facebook nicht entziehen, weil ein Lehrer mit seinen Schülern anders nicht mehr kommunizieren kann. Pädagogen haben selbstverständlich auch weiterhin die Aufgabe, alle Schüler in den Unterricht einzubeziehen - auch diejenigen, die Soziale Netzwerke ablehnen.

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Quelle: op-online.de

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