Fahrgastverband Pro Bahn fordert: Mehr gegen Stress tun

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Fahrgastverband Pro Bahn fordert: Bei Bauarbeiten mehr gegen Stress tun

Offenbach/Berlin - Nach dem schweren Zugunfall in Mühlheim hat der Fahrgastverband Pro Bahn die Bahn aufgefordert, mehr gegen den Stress bei Bauarbeiten zu tun. "Solche Vorkommnisse wie in Offenbach sind eigentlich ausgeschlossen", sagte Pro Bahn-Sprecher Matthias Oomen.

"Bei Bauarbeiten kommt es aber vielleicht an der ein oder anderen Stelle zu mehr Stress, der reduziert werden kann." Der Netzbetreiber müsse überlegen, wie er bei Bauarbeiten jegliche Gefahr ausschließen kann.

Ein zusätzlicher Fahrtdienstleiter im Stellwerk, längere Pausen und mehr Arbeiter könnten den Schienenverkehr noch sicherer machen, sagte Oomen. "Denn Fehler passieren meist bei Stress." Über die Ursache des Unfalls, bei dem am frühen Freitagmorgen ein Regionalzug auf einen Bagger gerast war, könne er aber noch nichts sagen.

Ob ein angemeldetes Fahrzeug wie der Bagger auf der Schiene stehe oder fahre, werde in der Regel mehrfach und auf verschiedene Arten überwacht. "Das ist nicht wie bei einer roten Ampel, wo es die Entscheidung des Fahrers ist, ob er fährt oder nicht", sagte Oomen. So gebe es etwa auch technische Bremssysteme. "Und jeder der am Gleis etwas bauen darf, ist in der Regel gut ausgebildet und hat sämtliche Sicherheitstrainings mitgemacht." Der Bahnverkehr sei immer noch 60 mal sicherer als der Autoverkehr.

dpa

Quelle: op-online.de

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