Verbraucherzentrale warnt vor falschen Beratern

Frankfurt - Sie geben sich als Berater einer „Verbraucherzentrale Frankfurt“ aus und wollen nichts anderes als an das Geld ahnungsloser Bürger.

„Dreiste Betrüger“, warnt die Verbraucherzentrale Hessen (VZH) in Frankfurt. Zur Zeit häuften sich Beschwerden von Verbrauchern aus dem gesamten Bundesgebiet, denen die Anrufer Schadenersatzzahlungen von bis zu 2500 Euro versprechen, sagte VZH-Juristin Ute Bitter am Montag in Frankfurt.

Die falschen Berater geben vor, eine Firma Maxikombi 24 verklagen zu wollen, dazu benötigten sie die Kontodaten des Angerufenen. Am Ende stelle sich heraus, dass vierteljährlich 39,90 Euro abgebucht werden sollen. „Es gibt keine Verbraucherzentrale Frankfurt“, unterstrich Bitter. Die korrekte Bezeichnung ihrer Organisation laute „Verbraucherzentrale Hessen e.V.“ - auch wenn die Geschäftsstelle in Frankfurt sei. Die VZH rufe niemanden an, um etwas anzubieten. Sie gebe auch keine persönlichen Daten von Verbrauchern an Dritte weiter.

Bis zu 50.000 Euro Bußgeld

Mit der dreisten Betrugsmasche sollten offensichtlich Konten leer geräumt werden. Angerufene sollten bei der Polizei Anzeige erstatten. Bitter rät, generell keine sensible Daten wie Bankverbindungen am Telefon preiszugeben. Immer wieder erhalte die VZH Hinweise über Anrufe von der „Verbraucherzentrale“, „Verbraucherberatung“ oder dem „Verbraucherschutz“. Häufig werde dabei nach Bankdaten gefragt, damit Beträge zwischen 50 und 80 Euro gleich abgebucht werden können. Das Vertrauen in die Verbraucherzentralen werde so missbraucht. Beim Kampf gegen telefonische Belästigung könnten Verbraucher helfen, indem sie die Anrufe mit Zeit und angeblichem Anliegen dokumentieren und an die VZH weiterleiten.

Seit 2009 müssen Firmen, die Werbeanrufe ohne ausdrückliche Einwilligung der Verbraucher tätigen, mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld rechnen, erläuterte Bitter. Werbende Unternehmen dürften ihre Rufnummer nicht unterdrücken - allein für Verstöße gegen dieses Verbot sei Bußgeld von bis zu 10.000 Euro fällig.

dpa 

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Andreas Morlok / Pixelio.de

Kommentare