Schnell kann was „blühen“

Offenbach (psh) - Das Thema Falschgeld sollte ernst genommen werden. „Man muss sein Auge auf bestimmte Sicherheitsmerkmale schulen“, empfehlen Experten eindringlich, denn sonst könnte das Geld unter Umständen schnell futsch sein.

Tatsächlich können „Blüten“ den Betroffenen richtig teuer zu stehen kommen. Wenn man „Blüten“, also Falschgeld, entgegennimmt und dies zu spät bemerkt, hat man gleich den doppelten Schaden: „Sie bekommen keine Entschädigung und machen sich - wenn Sie das Falschgeld weitergeben - überdies sogar noch strafbar“, heißt es bei der Polizei. Die Folgen können von einer Hausdurchsuchung bis hin zum Gerichtsverfahren reichen. Laut Strafgesetzbuch setzt es auch in minder schweren Fällen schnell Freiheitsstrafen. Bürger sollten Falschgeldfunde unbedingt sofort den Behörden melden. Jedes Sicherheitszeichen auf den Scheinen kann nach Angaben der Polizei täuschend echt imitiert werden. Daher müssten mehrere Merkmale geprüft werden, um auf der sicheren Seite zu sein, so die Empfehlung.

Polizei warnt zur Vorsicht bei 20-Euro-Scheinen: Fälscher verteilen Blüten in Offenbach und der Region. Mehr dazu lesen Sie hier.

Übrigens: Auch Geldfälscher geben sich nicht immer große Mühe. Hin und wieder landen deshalb bei der Deutschen Bundesbank sogar Euro-Scheine, die nur halbseitig bedruckt sind. 20 benutzte Banknoten pro Sekunde werden in den Maschinen der deutschen Währungshüter auf ihre Qualität geprüft. Die hoch komplexe Testtechnik sortiert zu stark beschädigte Noten und Falschgeld aus, wie der für Bargeld zuständige Bundesbank-Vorstand Hans Georg Fabritius erläuterte. Die Bundesbank hat 2009 rund 52 500 falsche Euro-Banknoten registriert. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent gestiegen. Das Aufkommen liegt aber weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von über 80 000 Fälschungen vor sechs Jahren.

Deutschland liegt mit rund sechs Fälschungen auf 10 000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums. Bundesbank-Sprecherin Susanne Kreutzer: „Der Schaden durch Falschgeld entwickelt sich erfreulicherweise rückläufig und hat mit 3,1 Millionen Euro den niedrigsten Stand nach dem Einführungsjahr der Euro-Banknoten erreicht.“ Der Grund: Es wurden 2009 weniger falsche Banknoten mit hohem Nennwert registrierte. Dabei dominieren gefälschte 50 Euro-Banknoten, auf die fast jede zweite Fälschung entfällt. Weiterhin hoch ist auch der Anteil der falschen 20 Euro-Banknoten. Stark zurückgegangen ist dagegen die Anzahl der Fälschungen bei 100 und 200 Euro-Banknoten. Verwunderlich ist das nicht, denn die höher dotierten Scheine werden regelmäßig auch im Einzelhandel auf Echtheit geprüft oder gar nicht erst angenommen.

Quelle: op-online.de

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