Ganz intim mit den Fanta Vier

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„4 Mics, 1 Maschine, 2 Pianos“ - das kam gut an.

Frankfurt - Smudos Schweißperlen kann man einzeln abzählen. Thomas D kann man anlächeln - und er lächelt zurück. Das kleine Mädchen mit dem „Hello-Kitty-Shirt“ und den gelben Kopfhörern tanzt auf einer Plastik-Box und will direkt zu den vier rennen. Von Kathrin Rosendorff

Ihr Vater hält sie in letzter Sekunde mit einer festen Umarmung zurück. Denn es gibt keine Absperrung. Nur 200 Fans durften rein.

„Willkommen beim Äppler-Konzert“, sagt Smudo und lacht. Er sitzt am Mittwochabend mit seinen Fanta-Vier-Kollegen auf schwarzen Hockern im ersten Stock des Apple-Stores. In Frankfurt. Für das Akustik-Konzert „4 Mics, 1 Maschine, 2 Pianos“ aus der Reihe„ iTunes-Live.“ „Wenn wir was verkacken, müssen wir nachlegen“, sagt Smudo mit roten Bäckchen. 90 Minuten spielen sie. Thomas D sagt fett-grinsend: „Wir haben seit Jahren zum ersten Mal geprobt, sonst geben wir einfach so ein Konzert.“ Denn die Lieder, die sie jetzt zwischen MacBooks und I-Phones spielen, gibt es später zum Download im i-tunes-Store zu kaufen. Die Gewinner dürfen sie kostenlos runterladen.

Das vierte Apple-Store-Konzert in Frankfurt

Seit fünf Jahren gibt es diese intime „i-tunes-Konzert“-Reihe in London. Einmal im Monat. In Deutschland sind die Konzerte sehr viel unregelmäßiger. Im Münchener Apple Store treten seit 2008 Musiker wie Xavier Naidoo, Helene Fischer, Sasha, oder aber auch Comedian Michael Mittermeier auf. Das erste Frankfurt i-Tunes-Live gab es im Februar 2010 mit Glashaus. Das Fanta-Vier-Konzert ist das vierte im Frankfurter Apple Store. Und das erste in diesem Jahr. Wann das nächste ist, ist noch nicht klar. Die Tickets kann man nicht kaufen. Die Verlosungen laufen über regionale Radiosender und Printmedien, oder auch auf der Homepage der Musiker.

Bilder vom Konzert

Fanta Vier Konzert im Apple Store

„Was geht? Nur ein Schmock würde die da nicht sehen wollen. MFG“, sagt Magdalena (22). Kurz vor 21 Uhr bekommt sie noch ein Ticket geschenkt. Denn ein paar Rest-Tickets werden vor Ort vergeben. „Die Lieder klingen mit Piano ganz anders. Aber auch supertoll“, betont Magdalena.

Das findet auch der kleine Junge in Reihe vier. Beim Refrain „Ich wollte noch danke sagen“ will er laut mitsingen und hält so seine Zahnspange in der Hand. Irgendwann hält es auch Thomas D., Smudo und Michi Beck nicht mehr auf den Hockern. Beim Gospel-Song „Smudo in Zukunft“ klopft sich Smudo das Tamburin gegen den Po. „Ich habe mich verrappt“, sagt Thomas D. und lacht. Vor kurzem musste er noch seine Solo-Tour wegen eines Hörsturzes absagen. Jetzt ist der 42-Jährige aber wieder am Dauerstrahlen. Aber die Fantas sind perfektionstisch. Michi Beck sagt: „Wir ernten, was wir säen“ müssen wir nochmal spielen. Der Übergang war nichts“. Und auch „Smudo in Zukunft“ wiederholen sie. Ob es nachher sechs oder zehn Tracks zum Downloaden gibt, entscheidet die Band selbst. Sobald sie sich das Konzert angehört hat.

Quelle: op-online.de

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