Tipps zu Ferienjobs für Schüler

Jugendschutz geht nicht in den Urlaub

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Wiesbaden - Wenn die Ferien beginnen, nutzen viele Schüler die freie Zeit, um ihre Kasse zu füllen. Ferienjobs bringen zusätzliches Taschengeld und gewähren erste Einblicke in das Berufsleben. Allerdings gibt es beim Arbeiten auch einiges zu beachten.

Nicht nur während der Berufsausbildung, sondern auch im Rahmen eines Ferienjobs für Schüler gelten die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes wie das hessische Sozialministerium mitteilte. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, sind folgende Hinweise zu beachten: Voraussetzung für eine Tätigkeit während der Ferien ist, dass die Jugendlichen mindestens 15 Jahre alt sind.

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Bis zur Vollendung der sogenannten Vollzeitschulpflicht, das heißt in Hessen bis nach Beendigung der 9. Klasse, muss die Arbeit auf maximal vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt bleiben. Wie diese Zeit auf das Jahr verteilt werde, bleibe jedem einzelnen überlassen, erklärte das Ministerium. Theoretisch ist es also möglich, zwei Wochen in den Sommer- und je eine Woche in den Winter- und Herbstferien zu arbeiten. Ab dem 10. Schuljahr gilt diese zeitliche Begrenzung von vier Wochen im Kalenderjahr für Jugendliche nicht mehr. Jedoch sind die Bestimmungen für Arbeitszeit und Ruhezeit zu beachten. Die Arbeitszeit darf acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche nicht übersteigen. Den Jugendlichen müssen ausreichende Ruhepausen gewährt werden.

Unternehmen muss unfallversichert sein

Grundsätzlich gilt die Fünf-Tage-Woche. Eine Beschäftigung darf nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr erfolgen. „Vom Arbeitsende bis zum Beginn der Arbeit am nächsten Morgen muss eine ununterbrochene Freizeit von mindestens zwölf Stunden garantiert sein“, berichtete das Ministerium. In einigen Branchen sind Ausnahmen vom Beschäftigungsverbot an den Wochenenden möglich.

Jedes Unternehmen muss unfallversichert sein, erklärte das Ministerium. Somit sind die Schüler während des Jobs über den Arbeitgeber versichert. Beiträge zu den Sozialversicherungen fallen bei Ferienjobs nicht an.

ku

Quelle: op-online.de

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