Finanzamt Offenbach wird geprüft

Offenbach ‐ Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) hat Mängel in der Finanzverwaltung im Umgang mit dem Steuerfall des Ehepaars Michael und Karin Wolski eingeräumt. Von Petra Wettlaufer-Pohl

Dossier zum Thema:

Steuerfahner-Affäre: Weimar will ein Ende

Vor dem Haushaltsausschuss sagte er gestern, „das ist sicher nicht so gut und sorgfältig gelaufen, wie wir uns das wünschen“. Das Ehepaar - sie ist Richterin am Staatsgerichtshof - hatte über Jahre keine Steuererklärungen abgegeben, Michael Wolski muss sich inzwischen vor Gericht wegen Steuerhinterziehung verantworten. Weimar sagte, das Finanzamt habe Wolski durchaus gemahnt und auch Zwangsgeld angedroht.

Letztlich sei die Steuer geschätzt worden. Dies sei nicht unüblich. Der Minister kündigte jedoch auch an, das in die Schlagzeilen geratene Finanzamt Offenbach-Land einer Geschäftsprüfung zu unterziehen. Im Auge behalten will Weimar auch den Wolski-Prozess, insbesondere Erkenntnisse über einen Ex-Finanzbeamten, der Zeugen zufolge morgens als Betriebsprüfer für die Firmen der Eheleute C. und nachmittags als Steuerberater für das Ehepaar C. gearbeitet haben soll, für das Wolski ebenfalls tätig war. Nach Weimars bisheriger Kenntnis hat der Mann, der gestern vor Gericht die Aussage verweigerte, erst nach Eintritt in den Ruhestand als Steuerberater gearbeitet.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Klicker / Pixelio

Kommentare