Firmen suchen händeringend Fachleute

Offenbach ‐ Die Industrie- und Handelskammern (IHK) schlagen Alarm: In Hessen und der Region verschärft sich der Fachkräftemangel. Allein in diesem Jahr fehlen hessenweit mehr als 150.000 Spezialisten. Von Marc Kuhn

Dies ist das Ergebnis des IHK-Fachkräftemonitors, der online zur Verfügung steht. „Die Personalsuche wird ein immer größeres Problem für hessische Unternehmen“, erklärte Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. „Bereits heute berichten uns rund 40 Prozent aller Betriebe von Problemen bei der Besetzung offener Stellen.“

Die IHK Offenbach fügte hinzu, der Fachkräftemangel, insbesondere in den nicht-akademischen Berufen, stelle die Betriebe in Stadt und Kreis vor große Herausforderungen. Die Kammer richte den Fokus darauf, die Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen zu verbessern, sagte die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Eva Dude, unserer Zeitung. „Es ist entscheidend, dass die jungen Menschen frühzeitig erkennen, welche großen Chancen für ihre Lebensplanung sich durch die Wahl eines interessanten Berufs ergeben.“

Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker und Ingenieure

Der IHK-Fachkräftemonitor zeigt, dass es in Stadt und Kreis bis zum Jahr 2015 zu einem jährlichen Fachkräftemangel von über 1100 Akademikern kommen könnte, wie die IHK weiter berichtete. Besonders gesucht seien Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker und Ingenieure. Der Mangel an technisch qualifizierten Fachkräften, die keine Akademiker seien, sei jedoch wesentlich gravierender. Bis 2015 könnten in Offenbach 3100 technische Fachkräfte jährlich fehlen. „Insgesamt zeichnet sich ab, dass im Jahr 2015 voraussichtlich über 5000 und im Jahr 2025 über 11.000 Fachkräfte fehlen werden“, erläuterte die IHK.

In Hessen fehlen den Unternehmen insbesondere in den MINT-Berufen - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik - mehr als 40.000 Fachkräfte, wie es hieß. Bei den Akademikern würden nahezu 10.000 Ingenieure gesucht. „Nach Branchen betrachtet, ist insbesondere die Dienstleistungsbranche vom Fachkräftemangel betroffen.“ Mehr als 100.000 Fachkräfte würden fehlen.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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