Fliegerbombe in Bockenheim

Frankfurt bereitet sich auf nächste Entschärfung vor

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Frankfurt - Erneut bereitet sich Frankfurt auf die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vor. Unter anderem müssen am Pfingstsonntag 350 Gäste aus einem Hotel evakuiert werden.

Zwei Wochen nach der Entschärfung einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt laufen die Vorbereitungen für die nächste Aktion. Nur wenige Meter entfernt von dem ersten Sprengkörper war auf der Baustelle im Westen der Stadt eine zweite, baugleiche Bombe gefunden worden. Sie soll am Pfingstsonntag (19. Mai) entschärft werden. Die Bombe mit zwei Zündern wiegt 500 Kilogramm und enthält 150 Kilo Sprengstoff.

Wieder gilt eine Evakuierungszone, die rund 300 Anwohner während der Arbeit des Kampfmittelräumdienstes verlassen müssen. Betroffen ist auch das Radisson Blu Hotel. Die 350 Gäste bekommen laut Hoteldirektor Andreas Stöckli Kaffee und Lunchpakete mit, wenn sie das Hotel ab kurz vor 7 Uhr verlassen. Wie Polizei und Feuerwehr am Freitag mitteilten, wird in einer Messehalle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Dort steht das Rote Kreuz mit Helfern bereit.

Alle Straßen in der Zone werden für die Dauer der Entschärfung gesperrt. Nach Mitteilung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt fahren Busse und S-Bahnen nur eingeschränkt, eine Straßenbahnlinie wird voraussichtlich bis zum Mittag ganz eingestellt.

Bei der Entschärfung wollen die Experten wie vor zwei Wochen zunächst die Zünder lockern. Auf das Areal unweit des ehemaligen Flugplatzes am Rebstock seien im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Bomben gefallen, sagte Gerhard Gossens vom hessischen Kampfmittelräumdienst. Auf dem Baugelände werde systematisch nach Blindgängern gesucht.

dpa

Quelle: op-online.de

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