Neue Fälle mit mutmaßlichen Salafisten

Flucht trotz Fußfesseln

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Wiesbaden - Erneut haben trotz elektronischer Fußfessel Straftäter aus Hessen fliehen können. Nach einem Online-Bericht des Hessischen Rundfunks (hr) soll es sich um mutmaßliche Salafisten handeln.

Sprecher des Innen- und Justizministeriums bestätigten, dass es im Jahr 2013 zwei Fluchtversuche gab. Die Männer hätten die Fußfesseln aber nicht wegen möglicher salafistischer Aktivitäten tragen müssen. Einer von ihnen sei gefasst worden.

Bei dem anderen Mann gibt es nach dem hr-Bericht Hinweise, dass er sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angeschlossen hat. Die Fessel sei dem Mann wegen eines angeblich gebrochenen Fußes entfernt worden, bei der medizinischen Untersuchung sei ihm die Flucht gelungen. Der zweite Mann habe eine sogenannte kleine Fußfessel getragen, die keine lückenlose Überwachung gewährleiste. Er sei später wieder gefasst worden. Erst im Oktober war bekanntgeworden, dass in diesem Jahr ein radikaler Islamist aus Offenbach trotz kleiner Fußfessel in Richtung Syrien ausreisen konnte. Die Ministerien bestätigten die Informationen des Senders zum religiösen Hintergrund der Männer nicht. Bei den beiden Fällen im vergangenen Jahr hätten die Straftäter eine kleine elektronische Fußfessel getragen, die keine GPS-Überwachung gewährleiste.

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, bezeichnete die neuen Fälle als „äußerst erklärungsbedürftig“. Innenminister Peter Beuth (CDU) habe jüngst im Innenausschuss behauptet, „dass die zuständigen Gremien des Landtags über derartige Fälle informiert werden und wurden“. Rudolph fordert eine bessere Vernetzung von Sicherheitsbehörden und Justiz.

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dpa

Quelle: op-online.de

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