35 Flüchtlinge dürfen bleiben

Kirche lenkt ein

Frankfurt - Der Evangelische Regionalverband Frankfurt hat entschieden, dass die 35 neuen Flüchtlinge in der Gutleutkirche zunächst bleiben können. Pfarrer Jürgen Mattis sagte „Wir wollen nicht, dass in Frankfurt Slums entstehen und Menschen unter Brücken schlafen müssen."

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Kirche als dauerhafte Flüchtlingsunterkunft nicht tragbar sei. Es werde versucht, die Übergangssituation zu gestalten.

Im November vergangenen Jahres hatte ein Unterstützerkreis 22 Flüchtlinge aufgenommen, der Evangelische Regionalverband hatte die Gutleutkirche als ehemaliges Gotteshaus zur Verfügung gestellt. Bis Juni konnte einigen von ihnen eine Wohnung vermittelt werden, andere gingen nach Italien zurück. Zuletzt blieben acht Männer übrig, für die der Regionalverband eine bessere Unterkunft in Schwanheim fand. Unterdessen lebten aber viel mehr Menschen in der Kirche, sodass diese nicht einfach geschlossen werden konnte. Nun soll eine Lösung für die aus Ghana, Togo, Mali und Nigeria stammenden Männer gefunden werden.

Pfarrer Andreas Lipsch, Interkultureller Beauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, wies darauf hin, dass alle 35 Männer einen legalen Aufenthaltsstatus in Italien hätten und die meisten dort arbeiten könnten. Da es dort jedoch keine Jobs gebe, müsse auch für sie eine europaweite Freizügigkeitsregelung geschaffen werden. Bei der gegenwärtigen Rechtslage hätten die meisten Betroffenen keinerlei Chance auf eine Arbeit in Deutschland.

mic

Quelle: op-online.de

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