60 Millionen Euro fehlen

Flüchtlinge: Kreise wollen mehr Geld

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Wiesbaden - Wegen des derzeitigen Flüchtlingsstroms fordern die hessischen Landkreise deutlich mehr finanzielle Unterstützung vom Land.

„Für das Jahr 2013 fehlen uns mindestens 40 Millionen Euro. In diesem Jahr gehen wir von 60 Millionen Euro aus“, sagte der Präsident des Hessischen Landkreistages, Erich Pipa (SPD), dem Rundfunksender hr-Info. In den ersten sieben Monaten sind nach früheren Angaben des hessischen Sozialministeriums 7123 Flüchtlinge ins Land gekommen, 70 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2013.

Die Kommunen müssten unter anderem für Unterkunft, Arztkosten und Lebensunterhalt aufkommen, sagte der Landrat des Main-Kinzig-Kreises. Er warnte vor möglichen gesellschaftlichen Konsequenzen, da Städte und Gemeinden derzeit wegen des kommunalen Schutzschirms in vielen Bereichen den Rotstift ansetzen müssten: „Auf der einen Seite werden Ausgaben gekürzt, und auf der anderen Seite wird Geld ausgegeben für die Asylbewerber. Das ist von einer gesellschaftlich und politisch hohen Brisanz, die Folgen haben wird.“ So könnten wieder mehr rechte Parteien in die Kreistage einziehen, fürchtet der Landrat. Dies hätte dann die schwarz-grüne Landesregierung zu verantworten, sagte Pipa.

Lampedusa: Flüchtlingselend in Italien

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dpa

Quelle: op-online.de

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