Ende für 23 Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge

Unterkünfte in Neu-Isenburg, Langen und Mainhausen schließen

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Auf dem ehemaligen Rundschau-Gelände in Neu-Isenburg werden bald keine Flüchtlinge mehr untergebracht. 

Neu-Isenburg - Wegen der sinkenden Zahl von Asylsuchenden schließt Hessen 23 Einrichtungen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen. Auch die Unterkünfte in Neu-Isenburg, Langen und Mainhausen sind darunter.

Wegen der sinkenden Zahl von Asylsuchenden schließt Hessen 23 Einrichtungen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen. Darunter sind aus unserer Region auch die Einrichtungen auf dem ehemaligen Rundschau-Gelände in Neu-Isenburg, die Industriehalle in der Seestraße in Mainhausen sowie die Gewerbehalle in der Robert-Bosch-Straße in Langen. Die Unterkünfte in der Kaserne in Babenhausen, in der Sportsfield-Kaserne in Hanau, im Neckermann-Gebäude in Frankfurt sowie im Bürogebäude an der Kaiserleistraße 39 in Offenbach bleiben dagegen weiterhin aktiv. Auf Reserve behält sich das Land Hessen die Halle an der Kaiserleistraße 19 in Offenbach.

Ein genauer Zeitpunkt für die Schließung der Unterkünfte ist noch nicht bekannt - allzu lang dürfte es aber nicht dauern. Möglicherweise schon innerhalb der nächsten Wochen sollen alle Bewohner auf andere Standorte umverteilt werden, ist aus Wiesbaden zu erfahren.

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Eine Übersicht über alle aktiven, auf Reserve befindlichen und geschlossenen Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen.

19 Standorte mit rund 20.000 Plätzen sollen künftig noch zur Verfügung stehen, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) heute in Wiesbaden. „Parallel dazu behalten wir als passive Reserve, die wir in angemessener Zeit bei Bedarf aktivieren können, 20 Standorte mit rund 15.000 Plätzen bei.“ Bislang hatte Hessen rund 60 Erstaufnahmeeinrichtungen inklusive deren Außenstellen. Nach Angaben des Minister kommen derzeit noch rund 50 Flüchtlinge täglich nach Hessen, die in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Im Oktober 2015 seien allein an einem Tag 1370 Asylsuchende gekommen.

Mit dem neuen Konzept für die Standorte sei Hessen gut aufgestellt, um auf verschiedene Szenarien bei der Ankunft von Flüchtlingen geordnet und flexibel zu reagieren, erklärte Grüttner. Das Land könne sowohl mit den derzeit vergleichsweise niedrigen Belegungszahlen umgehen, ohne parallel zu viel Leerstand zu haben. Zugleich sei man aber auch auf einen unvorhersehbaren Anstieg der Zahl von Schutzsuchenden vorbereitet. In hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind laut Staatskanzlei derzeit 11.765 Asylsuchende in den Unterkünften registriert (Stichtag 19. April).

dpa/dani

Quelle: op-online.de

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