Verwaltungsgericht soll über Südumfliegung entscheiden

Langen/Frankfurt - Über die sogenannte Südumfliegung am Frankfurter Flughafen soll nach dem Willen des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF) das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden.

Wie das Bundesaufsichtsamt heute mitteilte, hat es beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel die Begründung für seine Beschwerde gegen das VGH-Urteil vom September 2013 eingereicht. Die obersten hessischen Verwaltungsrichter hatten die Südumfliegung für rechtswidrig erklärt und keine Revision in Leipzig zugelassen. Dagegen wendet sich die Beschwerde der BAF. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil wird die Südumfliegung genutzt.

Der VGH hatte mehreren Klagen gegen das für die Flugrouten verantwortliche BAF stattgegeben. Als Hauptargument nannten die Richter, die Südumfliegung, bei der startende Maschinen auf dem Weg nach Norden zunächst eine Südkurve fliegen, stehe der Kapazitätserweiterung des Flughafens im Wege.

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Das BAF argumentiert unter anderem, dass bisher noch nicht höchstrichterlich entschieden wurde, ob die Kapazität vorzeitig durch eine entsprechende Flugverfahrensplanung gewährleistet werden muss. Zudem könnten Lärmbetroffene nicht - wie nun geschehen - mit einer geringeren Kapazität des Flughafens argumentieren, wenn die derzeitige Route die lärmgünstigste sei.

Fluglärm-Urteile für Frankfurter Flughafen

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dpa

Quelle: op-online.de

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